Sport
15.04.2018

Linz-Marathon: Eine Läuferparty mit Lederhosen

In Linz hatten die Kenianer die Hosen an. Ein Mühlviertler hingegen eine ganz besondere.

Der Linz-Marathon brachte bei seiner 17. Auflage erwartet kenianische Siege. Robert Kipkemboi gewann bei Warmwetter in 2:10:23 Stunden, der elf Jahre alte Streckenrekord von 2:07:33 blieb unangetastet. Seine Landsfrau Eddah Jepkosgei setzte sich in 2:31:11 durch, womit ihr nicht viel auf die 2011 aufgestellte Linz-Bestmarke der Kroatin Lisa Stubic (2:30:45) fehlte. Nächsten Sonntag geht's beim Vienna City-Marathon weiter.

Der Austro-Äthiopier Lemawork Ketema belegte in 2:14:35 Rang sechs. Damit verpasste der 31-Jährige seine Bestmarke aus dem Jahr 2015 zwar um zwölf Sekunden, das Limit für die heurige EM in Berlin (2:17:00) schaffte er aber locker. Der nach langer Verletzungspause nach wie vor um den Anschluss an die Weltspitze kämpfende Kenianer Geoffrey Mutai (Bestzeit: 2:04:15) kam nicht ins Ziel.

Damit sind bereits sechs Österreicher für die Berlin-EM qualifiziert. Die Siebenkämpferinnen Ivona Dadic und Verena Preiner sowie Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger, Zehnkämpfer Dominik Distelberger und Marathonläufer Valentin Pfeil planen bereits für den Saisonhöhepunkt.

Weltrekord

Ein besonderes Schmankerl gab es am Rande des Marathons. Der Mühlviertler Unternehmer Thomas Fleischanderl sorgte für einen  Weltrekord im Lederhosen-Halbmarathon. Mit 1:45:19 Stunden hat er die bisherige Bestmarke von 1:51:51 des Südafrikaners Richard Huynh um mehr als sechs Minuten unterboten. „Es war nicht unangenehm zu laufen“, beschrieb der neue Weltrekordhalter das Gefühl in der „Krachledernen“ als Jogginghose.

Viel Hirschtalgcreme auf der Haut war sein Geheimrezept, um die Strecke im ungewöhnlichen Dress in der exotischen Disziplin durchzuhalten. Im vollständigen Trachten-Outfit samt Hut und Stutzen ging Fleischanderl ins Rennen. Nur die klobigen Lederschuhe ließ er daheim. Für die Aufnahme ins Guinness Buch der Rekorde waren  Laufschuhe erlaubt.