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Sport
08/05/2012

Marathon: Äthiopierin gewinnt, Mayr 54.

Tiki Gelana holt vor der Kenianerin Priscah Jeptoo Gold. Mayr bleibt unter der Olympianorm.

Tiki Gelana hat am Sonntag den Olympia-Marathon der Frauen in London gewonnen. Die Äthiopierin setzte sich mit neuem Olympiarekord von 2:23:07 Stunden vor der Kenianerin Priscah Jeptoo (2:23:12) durch. Auf Rang drei platzierte sich die Russin Tatjana Petrowa Archipowa in 2 Stunden 23 Minuten und 29 Sekunden.

Österreichs Vertreterin, Dr. Andrea Mayr, landete auf dem Stadtkurs mit Zielankunft auf der Mall vor dem Buckingham Palace bei teilweise starkem Regen in 2:34:51 Stunden an der 54. Stelle.

Mayr zufrieden

"Anfangs ging es noch, aber dann mit dem ganzen Laktat war die Meilenzeit im Kopf weg", sagte die Oberösterreicherin, die auf Platz 54 kam. Ihr Tipp deshalb an Kollegen Günther Weidlinger: "Es macht Sinn, sich die Meilenzeiten auf den Arm zu schreiben."

 Mayr startet schnell und freute sich, dass sie zumindest bis zur letzten Runde im Feld lief. "Danach war ich allein. Das ist natürlich nicht gut, wenn du eh schon ein bisschen eingehst. Aber ich bin schneller als die Olympianorm gelaufen und das ohne Tempomacher. Ich bin wirklich sehr zufrieden."

   Motivation gab Mayr auch, als sie immer wieder eine Läuferin überholte und sich Position um Position nach vorne arbeitete. "Das gibt Auftrieb und ist für die Psyche gut. Ich bin in der ersten Hälfte der Resultatsliste, das ist bei meiner Entry-Zeit ein schöner Erfolg." Nur ganz am Ende machten die Beine nicht mehr mit, den Zielsprint mit der Schweizerin Maja Neuenschwander verlor sie um eine Sekunde.

Regen und Sonne

Etwas schwierig sei es nur gewesen, als der Regen kurz aufhörte, die Sonne herauskam und es zu dampfen begann. Ansonsten waren die Bedingungen nach Mayrs Geschmack. Außer der Sache mit den Meilen. "Kilometerangaben gab es nur alle fünf Kilometer, und die habe ich die halbe Zeit nicht gesehen. Ich wusste keine Zeit, und ich will sie am liebsten alle 500 Meter wissen." Gefreut habe sie sich, als sie den Buckingham Palace sah. "Ich wusste, jetzt geht es gleich ins Ziel." Die Strapazen der 42,195 Kilometer waren ihr nicht anzusehen, fröhlich plauderte sie im Regenguss. "Es geht mir sehr gut."

   Entlang des gesamten Kurses standen Zuschauer und feuerten die Läuferinnen an. "Die Strecke war nicht einfach, aber von den Leuten her war es der Wahnsinn. Definitiv die beste Stimmung, die man sich wünschen kann", sagte Mayr. Sie hält seit dem Wien-Marathon im April 2009 mit 2:30:43 Stunden den österreichischen Rekord. Die London-Zeit ist die fünfschnellste einer Österreicherin überhaupt und die zweitschnellste auf internationaler Ebene.

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