Sport
06.01.2012

Loch siegte in Königssee, Egger Achter

Der deutsche Rodel-Olympiasieger Felix Loch hat am Freitag zum ersten Mal auf seiner Heimbahn in Königssee gewonnen.

Der 22-Jährige holte sich im vierten Saison-Bewerb vor dem Südtiroler Armin Zöggeler (+0,217 Sekunden) und seinem Landsmann Johannes Ludwig (0,491) den Sieg. Reinhard Egger landete als bester Österreicher auf Platz acht (0,949). Im Staffel-Rennen belegten die ÖRV-Athleten Rang vier.

Schneefall, starker Wind und eine stark abbauende Bahn prägten das Rennen. Loch baute mit seinem dritten Saisonsieg seine Weltcupführung aus und beendete damit eine zehnjährige Durststrecke der deutschen Herren (Georg Hackl/Dezember 2001) auf dieser Bahn.

Egger verlor hingegen nach Rang vier in Lauf eins in der Entscheidung noch vier Ränge. "Ich ärgere mich sehr über die verpatzte Chance. Ich habe es einfach in der Bahn verfahren", sagte der 22-jährige Tiroler. Wolfgang Kindl fiel gar vom achten auf den 22. Platz (1,391) zurück. "Ich habe gedacht die Anzeigentafel ist kaputt. Ich kann mir das jetzt nicht wirklich erklären", meinte der enttäuschte Innsbrucker.

Daniel Pfister schaffte vom 23. den Sprung auf den 13. Rang (1,081), sein Bruder Manuel wurde 17. (1,209). "Das war schon ein komisches Rennen. Auf Tiefschnee bin ich eher beim Skifahren und nicht beim Rodeln eingestellt", bilanzierte Daniel Pfister. Der 25-jährige Tiroler belegte in der Folge mit Nina Reithmayer sowie den Linger-Brüdern Rang vier im Staffel-Rennen. Auch in Igls und Whistler hatte die ÖRV-Mannschaft schon den undankbaren vierten Platz belegt.

"Wir haben anscheinend ein Abo auf den vierten Platz. Langsam haben wir aber unser Pech aufgebraucht und ich hoffe wir bekommen das spätestens bei der WM in Altenberg zurück", fasste ÖRV-Cheftrainer Rene Friedl zusammen. Der Sieg ging überraschend an Italien (2:51,375 Minuten) vor Deutschland (+0,156) und Russland (0,401). Österreich hatte 0,817 Sekunden Rückstand.