Kuhnles gemischte Gefühle: Sport in der Betonrinne

Corinna Kuhnle ­ Naturfreunde verlängern den Spons
Foto: (c) MK Sports/staudinger&franke Corinna Kuhnle

Die zweifache Ex-Weltmeisterin sieht ihren Sport auch kritisch

Direkt vom Training im eiskalten Donauwasser kam Corinna Kuhnle am Mittwoch zur Vertragsunterzeichnung ins Haus der Naturfreunde in Wien. Verlängert wurde die seit Jahren laufende Partnerschaft der Alpin- und Umweltorganisation mit der zweifachen Ex-Weltmeisterin und aktuellen Europameisterin im Kanuslalom.

„Ich habe in Höflein an der Donau mit dem Kinderturnen bei den Naturfreunden angefangen“, sagt Kuhnle. „Ich hoffe, dass aus dieser langen Partnerschaft noch ein paar Plätze auf dem Podest rausschauen werden.“ Etwa bei der Weltmeisterschaft  2018 in Rio de Janeiro oder bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. „Das ist natürlich das ganz große Ziel“, sagt die 30-Jährige.

Viel Energie

Doch passt das Image der Naturfreunde überhaupt zusammen mit einem Sport, der auf höchstem Niveau nur noch in betonierten Rinnen stattfindet, durch die mit viel Energie Wasser gepumpt wird? Kuhnle wird nachdenklich: „Natürlich wäre es schöner, in der Natur zu fahren, so wie ich es in meiner Jugend gemacht habe. Aber so lange der Sport olympisch bleiben will, brauchen wir diese  künstlichen Strecken. Würden wir sie abschaffen, wäre der Kanuslalom als Spitzensport tot.“

(Kurier) Erstellt am
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