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Sport
07/30/2012

Kampf um erstes OSV-Staffel-Finale seit 100 Jahren

Die österreichische Schwimm-Kraulstaffel hat am Dienstag ihren großen Auftritt, nach Peking 2008 ist ein OSV-Quartett in diesem Bewerb zum zweiten Mal in Folge bei Olympia dabei.

Platz neun wie vor vier Jahren und auch bei der Shanghai-WM 2011 zu erreichen, wird aber sehr schwierig. Der Finaleinzug wird überhaupt kaum zu machen sein, nachdem sich Dinko Jukic aus der Staffel verabschiedet hat.

Über den Grund dafür gibt es unterschiedliche Versionen. Jedenfalls hatten Jukic junior und mit Trainvater Zeljko auch der Senior Ende Mai während der EM in Debrecen entschieden, nicht mehr für die Staffel zu planen. Dass der Staffel-Finaltag auch jener des Finales über Jukic' Hauptstrecke 200 m Delfin ist, hatte nur am Rande damit zu tun. Aus anderen OSV-Quellen heißt es wiederum, dass fix ausgemacht war, dass das Shanghai-Quartett auch bei Olympia schwimmt.

Da Jukic aber nicht dabei ist, kam Florian Janistyn zum Zug. Er war schon in Peking dabei, wie auch der nicht mehr konkurrenzfähige Dominik Koll. Als einzige bei allen drei Großveranstaltungen von der Partie waren bzw. sind Markus Rogan und David Brandl. Es geht um die erste Olympia-Finalteilnahme einer österreichischen Staffel seit 100 Jahren, als Margarete Adler, Klara Milch, Josephine Sticker und Berta Zahourek in Stockholm 1912 über 4 x 100 m Kraul Bronze holten.

Rogan wollte die wegen der Jukic-Absenz vermeintliche Schwächung der Staffel nicht vorneweg als Ausrede für ein Vorlauf-Out verwenden. "Es hat schon größere Überraschungen gegeben, Düdelingen zum Beispiel", hatte der 30-Jährige am Donnerstag mit auf das Out von Fußball-Meister Salzburg in der Qualifikation der Champions League Bezug genommen. Am (heutigen) Montagnachmittag wurden noch einmal die Ablösen trainiert, damit diese passen, keine Disqualifikation passiert.

Beim EM-Platz fünf in Debrecen war das Quartett in der Reihenfolge Brandl, Christian Scherübl, Rogan und Jukic geschwommen. Nun galt es eine neue Aufstellung zu finden, wobei auch der Startschwimmer infrage stand. Scherübl-Coach Christoph Schreiner wollte seinen Schützling gerne auf Position eins sehen, damit dieser nach der Streichung der 400 und 1.500 m Kraul noch eine für Förderungen wichtige Einzelzeit fixieren könne. Eine Entscheidung wurde für Montagabend angekündigt.

Allerdings ist zu hoffen, dass keiner der vier Auserwählten über Nacht noch erkrankt oder sich schlimmer verletzt. Denn der österreichische Verband ( OSV) hat nicht ganz verständlich nur die vier erwähnten Aktiven nominiert. Die meisten anderen 15 Staffel-Nationen nutzen die Möglichkeit, fünf oder sechs Athleten in den Kader zu nehmen. Vom OSV wäre vor allem noch Sebastian Stoss infrage gekommen, der hätte sich auch als Ersatzmann zur Verfügung gestellt.

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