© Julian Finney / Getty Images

Judo
08/24/2015

Ludwig Paischer scheitert bei WM schon in Runde eins

Die Judo-WM in Astana begann für Österreich mit einer Niederlage.

Der österreichische Judoka Ludwig Paischer schied am Montag schon in der ersten Runde aus der Weltmeisterschaften in Astana aus. Der 33-jährige Salzburger unterlag in der Klasse bis 60 kg dem spanischen Vorjahres-Juniorenweltmeister Francisco Garrigos vorzeitig mit zwei Waza-ari-Wertungen.

Nicht in Topform

Paischer hatte wegen einer Knöchelverletzung zuletzt sechs Wochen auf Trainingskämpfe verzichten müssen und daher keine optimale Vorbereitung. Vor allem im Griffkampf wirkte sich der Trainingsrückstand des Europameisters von 2004 und 2008 gegen seinen um 13 Jahre jüngeren Gegner negativ aus. "Ich habe deutlich gemerkt, dass mir im Moment vor allem körperlich einiges fehlt", erklärte Paischer nach der Niederlage. An der Knöchelblessur "hat es heute bestimmt nicht gelegen. Wobei sie in zweiter Linie natürlich Schuld an der fehlenden Griffkraft hat", sagte der Salzburger, der nun seine Anfang Juli erlittene Verletzung ganz ausheilen lassen will.

Filzmoser auf dem Weg zu Olympia-Quali

Sabrina Filzmoser erreichte mit Bronze in Tokio 2010 die bisher letzte Medaille für Österreich bei einer Judo-WM. Am Mittwoch in Astana bekommt die mittlerweile 35-jährige Oberösterreicherin die nächste Chance, ihr Erfolgskonto aufzubessern. Als aktuelle Weltranglistenneunte ist sie auf gutem Weg zur Olympia-Qualifikation, die entscheidende Phase beginnt aber erst.

Bei der EM in Baku im Juni enttäuschte Siebente, würde eine Platzierung dieser Preisklasse bei der WM wertvolle Punkte für das Ranking bringen. Die Kämpferin der Kategorie bis 57 Kilogramm hatte eine holprige Saison mit mehreren kleinen Verletzungen und sei deshalb mit der Weltranglistenplatzierung auch nicht ganz zufrieden. "Aber nichtsdestotrotz bin ich auf einem guten Weg Richtung Rio. Ich habe mich nach den letzten Turnieren in Ruhe vorbereiten können und bin jetzt zum Saisonhighlight wieder fit und ohne irgendwelche Schmerzen. Ich habe ein super stabiles Gefühl", bekräftigte Filzmoser.

Bei den Frauen sind über die Weltrangliste nur die Top-14 und jeweils eine pro Nation für Olympia qualifiziert, bei den Männern 22. "Als Frau musst du, jetzt da die Punkte zu hundert Prozent zählen, bei großen Turnieren punkten, sonst hast du keine Chance. Da war das vergangene Jahr noch nicht so ausschlaggebend, jetzt geht es ans Eingemachte", weiß die Oberösterreicherin. Weshalb ihr aktuelles Ranking noch lange keine Garantie für ein Ticket nach Brasilien sei.

Hoffnungen für Österreich

Die aktuelle Stärke des österreichischen Damenteams, das mit Kathrin Unterwurzacher und Bernadette Graf zwei weitere Medaillenanwärterinnen bei der WM stellt, freut Filzmoser: "Das macht das ganze Teamgefüge irrsinnig stark. Jede hilft der anderen im Training, alle halten zusammen, da ist keine der anderen etwas neidig." Es gebe ihr ein angenehmes und positives Gefühl zu wissen, dass da gleich mehrere sind, wenn sie einmal nicht mehr dabei sein wird. Wie ihre geht auch die Karriere von Ludwig Paischer dem Ende zu. "Für mich war es die absolut richtige Entscheidung weiterzumachen. Aber es ist eine komplett andere Ausgangsposition. Der Lupo hat seine Olympiamedaille schon. Er hat natürlich nicht die gleiche Motivation wie ich und im Gegensatz zu mir wenig Erfahrung mit schweren Verletzungen. Da bereiten ihm selbst die kleinen jetzt Unbehagen und das Selbstvertrauen ist angekratzt. Lupo kämpft, dass er den selbstsicheren Schritt auf die Matte wieder bringt", sagte Filzmoser.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.