Sport
11.01.2012

Jauerling und Bad Gastein bereit für Slalom-Doppel

Mit drei Siegen sowie insgesamt neun Stockerlplätzen in acht Parallel-Rennen sind Österreichs Snowboarder bestens auf den Slalom-Doppelpack am Freitag auf dem Jauerling (Niederösterreich) und am Sonntag in Bad Gastein eingestellt.

Mit drei Siegen sowie insgesamt neun Stockerlplätzen in acht Parallel-Rennen sind Österreichs Snowboarder bestens auf den Slalom-Doppelpack am Freitag auf dem Jauerling (Niederösterreich) und am Sonntag in Bad Gastein eingestellt. Bei der Weltcup-Premiere in der Wachau werden 4.000 Zuschauer erwartet.

Die Rennpiste ist trotz warmer Temperaturen in gutem Zustand. "Um Weihnachten herum waren wir der Marillenernte aber näher als dem Weltcup", gestand der sportliche Leiter im ÖSV, Christian Galler.

Der Niederösterreicher Benjamin Karl kommt als zweifacher Saisonsieger zu seinem Heimrennen, der Titelverteidiger im Gesamtweltcup und aktuell Führende ist das Zugpferd der Veranstaltung auf dem Jauerling. Die Strecke erfüllt von Länge und Höhendifferenz die Anforderungen eines Weltcupbewerbes voll, sie ähnelt vom Profil her jener in Landgraaf (Niederlande). Aber nicht steil heißt auch nicht leicht, wie Galler im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur betonte. "Es ist insofern schwierig, als dass du im Flachen Fehler kaum wettmachen kannst. Da muss die Form sehr gut stimmen."

Für die Athleten ist der Jauerling Neuland, selbst das österreichische Team hat wegen der Schneesituation ein geplantes Training nicht abhalten können. "Das ist aber auch nicht entscheidend. Wir kommen mit neun Podiums in der Saison, sind sehr gut unterwegs", weiß Galler, für den bei den Heimrennen Stockerlplätze "Pflicht" sind. "Wir sind mannschaftlich geschlossen gut, im Schnitt haben wir vier bis fünf pro Geschlecht im Finale dabei." Außerdem habe man in der Statistik mehr erste und dritte als zweite und vierte Plätze zu Buche stehe, was dafür spreche, dass die großen und kleinen Finali meist an Rot-Weiß-Rot gehen.

Die Athleten gehen über eine eigens gebaute Startrampe ins Rennen, der soll ihnen den nötigen Grundspeed bringen. Für die Zuschauer ist die gesamte Strecke vom Ziel aus einsichtig. "Das Einzugsgebiet rund um Benjamin Karls Heimat ist groß, der Kartenverkauf läuft gut", weiß Galler, der eng mit dem Organisationskomitee und dem sportlichen Rennleiter Herbert Schoder zusammenarbeitet und ein Sport-Spektakel erwartet.

Die guten Kontakte Gallers halfen auch beim Tausch von Cross- gegen Parallel-Rennen, um Bad Gastein den Snowboard-Weltcup 2012 zu erhalten. In Veysonnaz (Schweiz) finden nun die Cross-Bewerbe, die ursprünglich in Salzburg angesetzt waren, statt. "Die Schweiz stellt die Weltcupführende in der Parallelwertung. Die Schweizer müssen genauso Sorge tragen, dass sie Livebilder aus dem eigenen Land haben. Sie sind darauf nur der guten Freundschaft wegen eingestiegen", weiß Galler. Mit dem Tausch gehen auch keine Rennen verloren, in einem witterungsbedingt schwierigen Winter wie diesen keine Selbstverständlichkeit.

Von Österreichs Parallel-Athleten sind in der laufenden Saison bereits fünf auf das Stockerl gefahren. Im Slalom in Landgraaf (Niederlande) wurden Andreas Prommegger und Marion Kreiner jeweils Dritte. In Telluride-Riesentorlauf (Colorado) sorgten Benjamin Karl vor Prommegger und Julia Dujmovits für rot-weiß-rote Siege. In Carezza (Südtirol) gab es für Karl einen Sieg im Slalom und Platz zwei im Riesentorlauf, Kreiner wurde Riesentorlauf-Dritte und Siegfried Grabner Slalom-Dritter.

Nach vier von zwölf Rennen liegt bei den Herren in der Parallel- und Gesamtwertung Karl mit 3.250 Punkten vor Roland Fischnaller (ITA/2.530) und Prommegger (2.350) in Führung, bei den Damen führt Fränzi Mägert-Kohli (SUI/2.460) vor Dujmovits (2.150) und Amelie Kober (GER/1.860).