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Sport
08/04/2012

Ivona Dadic im Siebenkampf am Ende 25.

Gleich sieben Mal war es Ivona Dadic vergönnt, im Windschatten der Britin Jessica Ennis das mit 80.000 Zuschauern gefüllte Olympiastadion zu betreten.

Sieben Mal Wahnsinnsstimmung pur und Gänsehautfeeling. "Die Ehrenrunde habe ich einfach nur noch genossen", sagte die 18-jährige Oberösterreichern, die als Jüngste im Feld mit 5.935 Punkten auf den 25. Platz kam.

Gold ging verdient mit nationalem Rekord und Jahresweltbestleistung von 6.955 Punkten an Ennis, die sich vor der Deutschen Lilli Schwarzkopf (6.649) und der Russin Tatjana Tschernowa (6.628) durchsetzte.

"Es ist ein unbeschreibliches Gefühl", sagte Dadic, die die abschließenden 800 Meter in 2:15,90 hinter sich brachte. "Für die 6.000 Punkte hätte ich eine Zeit von 2:11,30 laufen müssen. Ich habe es probiert, aber es ging nicht", sagte Dadic, die nach einer bei der Junioren-WM in Barcelona erlittenen Verletzung zuletzt nicht viel Lauftraining machen konnte. "Aber passt schon", meinte sie. Den von ihr gehaltenen österreichischen Rekord von 5.959 verpasste sie nur knapp.

Dadic hatte in London mit einer Leistung von 5.600, 5.700 Punkten gerechnet und sich selbst überrascht. "Ich war nervös, aber ich habe hier gelernt, dass man so einen Wettkampf konzentriert angehen und locker bleiben muss." Glückwünsche der Kontrahentinnen blieben nicht aus. "Ennis hat mir gratuliert, dass es eine super Leistung ist, hier dabei zu sein."

Die Athletin des PSV Wels war am Freitag mit einer Bestleistung über 100 m Hürden im Rahmen eines Mehrkampfes in ihren Wettkampf gestarten. Den 14,58 Sekunden ließ sie dann im Hochsprung mit 1,80 Meter eine neue persönliche Bestleistung folgen. Im Kugelstoßen wäre mehr als 12,19 Meter drinnen gewesen, die Leistung war aber ebenfalls mehr als passabel. Genauso wie die 24,29 Sekunden über 200 m. Nach Tag eins lag sie 23 Punkte über der Leistung in Götzis.

Die Hoffnung auf ein volles Haus wurde der furchtlosen und selbstbewussten jungen Dame auch am Samstag erfüllt, sie hatte sich 6,00 m im Weitsprung gewünscht und kam bei wechselhaftem Wind exakt auf diese Marke. Motiviert von der Atmosphäre im Stadion warf sie den Speer auf die persönliche Bestleistung von 41,82 m. "Vor allem mit meinem Speerwurf und dem Hochsprung war ich sehr zufrieden. Am meisten Bammel hatte ich vor den 200 m, weil ich mich da in Barcelona verletzt hatte."

Ennis war im Ziel ungläubig über ihre eigene Leistung. "Ich bin so geschockt, ich kann es kaum glauben. Nach dem Speerwurf habe ich nicht mehr daran geglaubt. Nach der Enttäuschung von Peking habe ich so viel Unterstützung bekommen." Sie sei aber auch unter enormen Druck gestanden. "Das Publikum half mir. Unfassbar, dass ich es geschafft habe."

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