Sport
05.12.2011

Haye spuckt schon wieder große Töne

Das Box-Großmaul nimmt Wladimir Klitschko in die Pflicht und verlangt einen Rückkampf. Witali will er nicht boxen.

Nur eine Woche nach seiner klaren Punkteniederlage hat Profi-Boxer David Haye die Verbalattacken gegen seinen Bezwinger Wladimir Klitschko wieder aufgenommen.

Der 30-jährige Brite forderte den WBA-, IBF- und WBO-Weltmeister aus der Ukraine zu einem zweiten Aufeinandertreffen heraus. "Wenn Wladimir ein Kerl mit Herz ist, ein Gentlemen vom Scheitel bis zur Sohle, gibt er mir ein Rematch. Er hat doch sein Versprechen auch nicht eingelöst, gegen mich seinen 50. K.o.-Sieg zu feiern", sagte Haye der Welt am Sonntag.

Der jüngere der beiden Klitschkos sei von einem vorzeitigen Sieg meilenweit entfernt gewesen. "Es hat noch eine Rechnung offen. Ich gebe ihm die Chance, sie zu begleichen", sagte der Londoner, der am 2. Juli im Hamburger Fußball-Stadion seinen WBA-WM-Gürtel im Schwergewicht an Wladimir Klitschko verloren hatte. "Ich glaube daran, dass ich irgendwann einen Anruf von Wladimir bekomme, weil er mich braucht", ergänzte Haye.

"Witali interessiert mich nicht"

Gegen Wladimirs älteren Bruder Witali, der seine Bereitschaft bereits bekundet hat, will Haye nicht in den Ring steigen. "Witali interessiert mich nicht. Ich will nur gegen Wladimir kämpfen, er ist derjenige, der mich besiegt hat. Das wurmt mich gewaltig", betonte Haye. Nur ein Re-Match gegen Wladimir könne ihn von der Entscheidung abhalten, die Karriere wie angekündigt an seinem 31. Geburtstag am 13. Oktober zu beenden. "Wenn er nicht mutig genug ist, um noch einmal gegen mich zu boxen, war die Niederlage gegen ihn mein definitiv letzter Kampf."

Der umworbene Wladimir Klitschko hatte in dieser Woche die Glaubwürdigkeit seines letzten Gegners nachhaltig in Abrede gestellt. "Haye will ehrlich gesagt gar keinen Rückkampf. Man darf nicht glauben, was aus seinem Mund kommt. Da gibt es sehr viele Lügen", hatte der 35-jährige Ukrainer am Dienstag in einer Video-Pressekonferenz erklärt.