Sport
29.05.2018

Hartberg hat die Lizenz, es wird Relegation gespielt

Die Oststeirer dürften in die Bundesliga, Duell St. Pölten gegen Wiener Neustadt.

Der Berg kreißte, und das Ständige Neutrale Schiedsgericht der Bundesliga gebar am Dienstagabend um 20.31 Uhr einen neuen Bundesligisten: Die Kammer unter dem Vorsitz von Raimund Bollenberger sowie Clemens Völkl (Beisitzer der Bundesliga) und Alexander Schoeller (Beisitzer von Hartberg) hat der Klage der Oststeirer auf Erteilung der Lizenz für die höchste Spielklasse stattgegeben.

Das Schiedsgericht wertete den Hartberger Fristverzug hinsichtlich der Ausgliederung des Spielbetriebs bis 15. März 2018 – anders als Senat 5 und Protestkomitee zuvor – als ein verbesserungsfähiges Kriterium. Hinsichtlich der finanziellen Verweigerungsgründe ist das Schiedsgericht ebenfalls zu einer anderen Entscheidung als die bundesligainternen Instanzen gekommen. Dabei wurden insbesondere die budgetären Nachweise für die Infrastruktur-Maßnahmen auf Basis zusätzlicher Erklärungen durch den TSV Hartberg anders bewertet.

Somit erhält Prolactal Hartberg die Lizenz für die höchste Spielklasse und steigt in die Tipico-Bundesliga auf. Die Relegation zwischen dem Zehntplatzierten der höchsten und dem Drittplatzierten der zweithöchsten Spielklasse findet damit also statt. Wiener Neustadt trifft am Donnerstag um 18.30 Uhr zu Hause auf den SKN St. Pölten. Das Rückspiel folgt am Sonntag (beide Partien sind jeweils live auf skysportaustria.at zu sehen).

Bundesliga-Vorstand überrascht

Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits zeigte sich „überrascht, dass das Ständige Neutrale Schiedsgericht entgegen bisheriger vergleichbarer Fällen auch durch die Berücksichtigung zusätzlicher Erklärungen durch den Klub anders als die bundesligainternen Gremien entschieden hat. Wir warten die genauen Inhalte des schriftlichen Urteils ab und werden dann mit den Klubs notwendige Bestimmungsänderungen evaluieren.“