Sport 12.06.2018

Handball-Team muss im WM-Play-off-Showdown "alles raushauen"

Bilyk und Co. wollen Weißrussland biegen. © Bild: AP/Darko Bandic

Nach dem Remis im Hinspiel sind die Österreicher gegen Weißrussland im WM-Play-Off gefordert.

Im Heimspiel des Handball-WM-Play-offs gegen Weißrussland muss am Mittwoch (20.15 Uhr/live ORF Sport +) in der Erste Bank Arena in Wien-Kagran eine Topleistung der Österreicher her. "Wir werden nochmals alles raushauen und spielen voll auf Sieg", betonte Gerald Zeiner vor dem Showdown um das Ticket für die WM im Jänner 2019 in Deutschland/Dänemark. In Minsk erreichten die Österreicher ein 28:28.

Eine weitere Schwächephase wie nach der 25:21-Führung im Hinspiel wird man sich gegen die Weißrussen um Topscorer Barys Pukhouski wohl nicht mehr leisten können. "Im Nachhinein ist es ein wenig schade, wir waren schon mit vier Toren vorne, hätten das vielleicht besser spielen können am Schluss", meinte Zeiner, der aber bekräftigte, dass die Ausgangslage trotzdem gut sei.

Teamchef erwartet aggressive Gäste

Tobias Wagner sprach von einer insgesamt starken Leistung, verwies aber auch auf die fehlende "Coolness" der jungen Mannschaft in der Schlussphase. Entscheidend seien die Rhythmuswechsel des Gegners und die erfolgreiche Manndeckung gegen Nikola Bilyk gewesen. "Darauf werden wir uns jetzt vorbereiten und mit dem Heimpublikum im Rücken gewinnen wir am Mittwoch das Spiel", sagte Wagner.

Mit einem Sieg würde sich die Mannschaft vom Teamchef Patrekur Johannesson zum sechsten Mal in der 80-jährigen Geschichte für die WM-Endrunde qualifizieren. Seit 2011 war das ÖHB-Team jeweils abwechselnd dabei und zwei Jahre später wieder nicht. Bei der bis dato letzten Teilnahme 2015 in Katar war im Achtelfinale gegen die Gastgeber Endstation.

Teamchef Patrekur Johannesson erwartet energisch auftretende Gäste. "Wir erwarten uns, dass Weißrussland sehr aggressiv anfangen wird. Sie haben schon oft gezeigt, dass sie auswärts gut spielen. Wir müssen von Anfang an da sein. Unser Spielplan in Minsk war gut. Jeder war da, die Körpersprache hat gestimmt, wir waren eine richtige Einheit auf dem Spielfeld", sagte der Isländer.

( Agenturen ) Erstellt am 12.06.2018