Symbolbild: Marach und Melzer im Davis Cup.

© APA/ERWIN SCHERIAU

Sport
07/24/2019

Hamburg: Spaziergang für Marach und Melzer, Jubel für Zverev

Österreichs Asse im Doppel schwitzten nicht lange. Deutschlands Star wird wieder umjubelt.

von Harald Ottawa

Bei 34 Grad im Schatten kamen Jürgen Melzer und Oliver Marach am Nachmittag nicht unbedingt ins Schwitzen. Zumindest lieferten die Gegner kein heißes Duell in der 1. Doppelrunde des Hamburger Turniers. Die beiden österreichischen Routiniers besiegten die italienisch-französische Paarung Marco Cecchinato/Benoit Paire 6:2, 6:1. „Das war okay von uns“, sagte Melzer während er Autogramme schrieb und sich anschickte, zur Dopingkontrolle zu gehen. Nach der bitteren Finalniederlage in Umag gegen den Vorarlberger Philipp Oswald und den Niederländer Robin Haase nach vergebenen Matchbällen waren alle zufrieden. „Es war wieder ein Schritt nach vorne, wenngleich wir schon auch gehofft haben, dass Cecchinato und Paire nach den verlorenen Einzel-Spielen angeschlagen sind“, sagt Thomas Strengberger, der die beiden Daviscup-Spieler noch diese Woche und nächste Woche in Kitzbühel betreut. Vor allem Cecchinato, im Vorjahr im Einzel-Semifinale der French Open, hatte eine Streuung in den Schlägen wie eine Rasensprenger-Anlage.

Die Hamburger haben indes ihren „Jung’“ wieder ins Herz geschlossen. Alexander Zverev schlug zum ersten Mal seit 2016 wieder in seiner Heimatstadt auf. Und darf am Donnerstag nach seinem überraschend klaren 6:4-6:2-Erfolg über Nicolas Jarry (der Chilene feierte am Wochenende erst in Båstad seine Titel-Premiere) gegen den Argentinier Federico Delbonis weitermachen.

Die Fans haben ihm sein Fernbleiben in den vergangenen beiden Jahren verziehen. Auch der 22-Jährige wurde sofort wieder warm mit dem Publikum, das den Centrecourt beinahe komplett ausfüllte. „Ich danke euch, dass ihr gekommen seid. Und das unter der Woche, wo man normalerweise arbeitet.“

Manager-Problem

Auch in Hamburg will Zverev eine Image-Korrektur betreiben. Diese war notwendig geworden, dies hat ihm vor allem sein ehemaliger chilenischer Manager Patricio Apey eingebrockt, mit dem er noch im Rechtsstreit seht. Denn dieser sagte vor drei Jahren vor den deutschen Journalisten: „Deutschland ist nicht unser Markt. Amerika ist wichtig.“

Mittlerweile weiß Zverev, dass ihm Deutschland sogar sehr wichtig ist. Selbst zu seiner Doppelniederlage an der Seite des Bruders Mischa war der zweitgrößte Court bei den European Open voll. Die 6:4-3:6-9:11-Niederlage hatte für die Fans auch eine gute Seite. Sie heißt Julian Lenz und Daniel Masur, die Sieger kamen wenigstens auch aus Deutschland.

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