Sport
10/29/2012

Hagara Sportdirektor von America's Junior-Cup

Große Ehre für Österreichs Segel-Doppelolympiasieger Roman Hagara/Hans Peter Steinacher.

Die beiden Routiniers wurden zu Sportdirektoren der neuen America's-Cup-Nachwuchsserie ernannt, bei der sich der internationale Segel-Nachwuchs für die Teilnahme am Kampf um die begehrteste Segel-Trophäe der Welt empfehlen kann. Der 34. America's Cup geht ab 7. September 2013 vor San Francisco in Szene.

Unmittelbar davor und direkt nach der AC-Qualifikationsserie (Vuitton-Cup) präsentieren sich Anfang September vier Tage lang die 15 Boote des Youth-Cups. Sie werden kommenden Februar von Hagara/Steinacher bei einem ebenfalls in San Francisco stattfindenden Trainingslager und einer folgenden Regatta ausgewählt.

Über 20 Boote mit Seglern zwischen 19 und 25 Jahren haben für diese Qualifikation bereits genannt, darunter auch ein westösterreichisches Projekt rund um den segelbegeisterten Geschäftsmann Werner Deuring. Die aktuelle rot-weiß-roten Olympia-Elite wäre durchwegs bereits zu alt.

Gesegelt wird auf den AC45-Katamaranen mit Tragflächensegeln, auf den der America's Cup auch seine World-Series abwickelt. Oracle-Skipper Jimmy Spithill lobte den von Red Bull initiierten Nachwuchs-Bewerb. "Wir stellen damit die Tradition auf den Kopf und öffnen den America's Cup für junge Segler, statt es bei einer geschlossenen Gesellschaft zu belassen, bei der niemand einen Fuß in die Tür bekommt", sagte Spithill, der 2010 mit 30 Jahren als jüngster Skipper der Geschichte den Cup gewonnen hat.

Hagara/ Steinacher besuchen die Kandidaten schon vor dem Ausleseprozess in Kalifornien. "Wir müssen sicherstellen, dass nur die Besten der Besten nach San Francisco kommen", erklärte Roman Hagara. Warum die Wahl auf die beiden Österreicher fiel, erklärte der Regatta-Direktor des 34. America's Cup, Iain Murray. "Wir wollen das talentierteste Line-Up sicherstellen, deshalb haben wir Roman und Hans Peter verpflichtet."

Hagara/Steinacher nahmen das Angebot an, nachdem sichergestellt war, dass die neue Tätigkeit nicht mit ihren eigenen seglerischen Ambitionen in der Extreme-Sailing-Serie kollidiert. Dort haben die beiden kürzlich mit dem Horror-Crash in Nizza zwar einen Rückschlag erlitten, beim Finale im Dezember in Rio de Janeiro soll aber noch Platz drei in der Gesamtwertung gerettet werden. "Das und ein Event-Gesamtsieg sind unsere Saison-Ziele. Vielleicht klappt es ja in Rio", gab sich Steinacher zuversichtlich.

Die Ambitionen, selbst am großen America's Cup mitzusegeln, haben die beiden Österreicher zumindest für 2013 abgehakt. Mit Prada, Artemis und New Zealand haben nur drei Syndikate die Herausforderung von Titelverteidiger Oracle angenommen und einen 72er-Katamaran aufgebaut.

"Bei nur 44 benötigten Seglern wird die Luft eng", erklärte Steinacher. Wie ungern man auf die Erfahrung der beiden Tornado-Routiniers verzichtet, beweist aber das nunmehrige Engagement. Segellegende Russell Coutts hatte die beiden Österreicher persönlich darum gebeten.

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