Habesohn, Polcanova stehen als Ersatz-Aktive parat

Ein Tischtennisspieler schlägt den Ball.
Die österreichischen Tischtennis-Teams haben für Olympia in London mit Sofia Polcanova und Daniel Habesohn je einen Ersatz-Sportler dabei.

Sie stehen parat, wenn einer der nominierten Athleten für den Mannschaftsbewerb ausfällt. Anders ist die Situation für Ringer Florian Marchl und den malaysischen Badminton-Spieler Tan Chung Seang. Sie sind ausschließlich Trainingspartner der ÖOC-Aktiven.

Habesohn war schon 2008 in Peking Tischtennis-Ersatzmann gewesen, kam nicht zum Einsatz. Selbst wenn er oder Polcanova diesmal zum Zug kämen, würde sich die ÖOC-Teamgröße von 70 Athleten nicht ändern. Sie würden für den betreffenden Bewerb einfach an die Stelle des erkrankten oder verletzten Teamkollegen treten. Sonst werden die beiden fast als vollständige Teammitglieder behandelt, am Wochenende haben sie auch die volle ÖOC-Kleidungsgarnitur ausgefasst.

"Ich darf diesmal auch ins Olympische Dorf, anders als in Peking", meinte Habesohn zur APA - Austria Presse Agentur erfreut. Dadurch kann der Wiener den Kontakt zu den Teamkollegen Werner Schlager, Chen Weixing und Robert Gardos gut halten, sieht sie nicht nur in der Trainingshalle. Ihr Quartier haben Habesohn und Polcanova nur ein paar Minuten vom Olympischen Dorf entfernt. "Sie bekommen für die Strecke von uns ein Fahrrad", sagte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Das Tischtennis-Ersatzduo ist mit sogenannten P-Akkreditierungen ausgestattet, von denen dem Österreichischen Olympischen Komitee aufgrund der Teamgröße insgesamt vier zustehen. Die anderen beiden gingen in das Lager der Beach-Volleyballer, aber nicht an Athleten. Auf Seite von Clemens Doppler/Alexander Horst kam Manager Robert Nowotny zum Zug, bei Doris und Stefanie Schwaiger deren Konditionstrainer Erwin Reiterer.

Für die vier P-Akkreditierungen wie für die mit einer abgespeckten Ausstattungsvariante versehenen Marchl und Tan werden alle Kosten vom ÖOC übernommen. Bisher hatte der Fachverband dafür aufkommen müssen. Im Ringerlager ist der Dank für die Mitnahme-Möglichkeit Marchls groß, auch wenn er um acht Kilogramm leichter als ÖOC-Athlet Amer Hrustanovic ist. Doch der 84-kg-Athlet kann sich nun bis zu seinem Wettkampf am 6. August optimal auf seinen Olympia-Auftritt vorbereiten.

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