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Sport
07/30/2012

Großbritanniens Ballsportler überfordert

Auch die Olympischen Heimspiele haben aus den Briten keine Hallen-Ballsportler gemacht.

Die Fußball-Nation schaffte bisher im Basketball, Handball und Volleyball nicht einen einzigen Erfolg. Sechs Spiele, sechs Niederlagen lautete die bittere Bilanz der Gastgeber. Doch die Engländer lassen sich von den teils heftigen Pleiten die Stimmung nicht verderben.

Die Atmosphäre in den Hallen ist prächtig, wenn die Olympia-Gastgeber auflaufen. Dass die meisten Zuschauer gewisse Lücken im Regelwerk offenbaren, hilft wohl dabei, den Frust nicht zu groß werden zu lassen.

Als NBA-Profi Luol Deng die britischen Basketballer am Sonntagabend gegen Russland mit einem krachenden Dunk 2:0 in Führung brachte, tobte die Menge in der Arena im Olympic Park, als hätten die Gastgeber durch diese Punkte bereits die Goldmedaille sicher. Ziemlich schnell mussten die Fans des Teams Great Britain aber feststellen, dass zwei Punkte im Basketball eine Winzigkeit sind. Am Ende stand eine deutliche 75:95-Niederlage und die Erkenntnis, dass die Körbe für die Hausherren doch etwas zu hoch hängen. Auch die Basketballerinnen zahlten beim 58:74 gegen Australien Lehrgeld.

Als Olympia-Gastgeber hatten die britischen Teams auch ohne Qualifikation ihre Plätze sicher und das olympische Motto "Dabei sein ist alles" passt perfekt auf die heimischen Handballer. Als die Herren am Dienstagabend auf Frankreich trafen, prallten zwei Welten aufeinander. 44:15 hieß es am Ende für den Weltmeister und Olympiasieger gegen das aufopferungsvoll kämpfende Heimteam, das es vor sieben Jahren noch nicht einmal gab. Erst als London 2005 den Zuschlag für die Spiele erhielt, machten sich die Briten auf, eine Handball-Auswahl zu bilden. Sie casteten Spieler aus anderen Sportarten und fahndeten weltweit nach Spielern mit englischen Wurzeln.

Selbst im Fußball läuft nicht alles rund. Nach einem enttäuschenden Remis zum Auftakt gegen Senegal stehen nach dem sonntägigen 3:1 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate die Chancen auf ein Weiterkommen aber wenigstens gut. Bereits durch sind die Kickerinnen von der Insel. Sie können schon vor dem letzten Gruppenspiel fürs Viertelfinale planen.

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