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Sport
12/05/2011

GolfOpen: Schwarze Stunden für Brier

Während Markus Brier den Cut verpasst, sorgen die jungen Österreicher für Lichtblicke in Atzenbrugg.

Bernd Wiesberger stapfte am Freitag schnaubend durch den Diamond Country Club in Atzenbrugg. Der Golf-Profi aus dem Burgenland hatte zwar den Cut locker geschafft, das bedeutet, dass er auch am Samstag bei den Austrian Open mit von der Partie sein wird.

Aber: Mit seiner 71er-Runde am Freitag, die ihn auf drei unter Par hievte, konnte der 25-Jährige nicht zufrieden sein. Im Endspurt hatten sich schauderhafte Fehler eingeschlichen, etwa ein Annäherungsschlag aus 110 Meter, der zwanzig Meter vor dem Grün landete.

Präzise

Nach dem nächsten Miss-Hit, bedingt durch einen Stein, war Wiesberger zurecht wütend. "Die Bedingungen wären ideal gewesen. Ich hab mich auch recht wohl gefühlt. "Vor allem mit den langen Eisen spielt Wiesberger mit der Präzision eines Uhrwerks. Schlägt er mit dem Eisen 2 ab, kommt der Ball nur um Nuancen hinter jenem von Padraig Harrington zum Liegen. Letzterer ist nicht irgendwer, sondern ein Ire, der drei Major-Turniere gewonnen hat und am Freitag mit dem letzten Putt den Cut schaffte.

Obwohl die Führenden bereits vier Schläge Vorsprung haben, rechnet sich Wiesberger gute Chancen auf den Sieg aus, der 166.660 Euro wert ist. "Ich kann auf diesem Platz 65, 66 spielen. Dann bin ich dabei." Dabei ist auch Jürgen Maurer, der nach zwei Runden ebenfalls drei unter Par liegt. Der Steirer ist mental wieder in guter Verfassung, mit Lucky gelang ihm ein Glücksgriff. Der Südafrikaner, der ob seiner Frisur an Bob Marley erinnert, ist laut Maurer ein hervorragender Caddy.

Enttäuschend

Altmeister Markus Brier erlebte wohl seine schwärzesten Stunden bei den Austrian Open. Am Ende standen einander beim Sieger von 2006 drei Bogeys und ein Birdie gegenüber.

Gesamtscore +4, der 43-Jährige hat ein freies Wochenende. "Frustrierend, wenn nichts fällt und man sich nicht erklären kann, warum die Schläge dermaßen aus der Richtung sind", sagte der Wiener, der nach neun Löchern schon liebend gern Richtung Heimat gefahren wäre: "Das gehört sich aber nicht." Es gibt aber Trost: Brier darf kommende Woche dank einer Einladung beim hoch dotierten Alfred Dunhill Championship in St. Andrews um seine Tourkarte für 2012 kämpfen.

Angetan zeigte sich Brier von den Leistungen der jungen Österreicher, allen voran Matthias Schwab. Der 16-jährige Amateur zeigt wie schon im letzten Jahr atemberaubendes Golf. Mit gesamt fünf unter Par liegt er zwei Schläge hinter der Spitze. "Ich hab' einfach Spaß hier", sagt er.

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