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Sport
12/05/2011

GolfOpen: Höhenflug des Amateurs

Der Steirer Matthias Schwab spielte sich wie im Vorjahr ins Rampenlicht. Der 16-Jährige startet als Fünfter in das Finale.

Es begann, wie es beginnen musste: Furios. Amateur Matthias Schwab startete am Donnerstag mit einem Eagle in die Austrian GolfOpen in Atzenbrugg bei Tulln.

35 Löcher und neun Birdies später saß der 16-jährige Schladminger im Pressezelt, um ihn herum drängten sich die Medienvertreter. Sie warteten auf Erklärungen für sein außergewöhnliches Spiel (fünf unter Par), das ihn auf Rang fünf nach Tag zwei gespült hatte. "Ich hab' einfach Spaß hier", sagte Schwab. Ähnliches hatte er schon im Vorjahr in die Notizblöcke diktiert. Auch 2010 war er die Sensation der Austrian Open. Mit Endrang 32 hatte er für die beste Platzierung eines 15-Jährigen in der Geschichte der European Tour gesorgt. "Natürlich hatte ich das Vorjahr im Hinterkopf, das auszublenden, ist verdammt schwer."

Mit Leichtigkeit steckte er den Erwartungsdruck weg. Überhaupt scheint den Shootingstar im heimischen Golf nichts aus der Ruhe bringen zu können: Dem Doppel-Bogey auf der 17 am ersten Tag ließ er ein Birdie folgen; auf der 4 half er seinem Spielpartner bei der Ballsuche und schlürfte einen neuen Energy-Drink (der nicht mundete). So nebenbei befreite er sich aus einer misslichen Lage und spielte souverän Par.

Vielleicht ist es die Unbekümmertheit, die für Schwabs neuerlichen Höhenflug verantwortlich ist, vielleicht auch sein Talent. Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus beidem.

Erfahrung sammeln

"Meine Brüder sorgen für die nötige Ablenkung", sagt er. Andreas Schwab, 30, folgt Matthias außerhalb der Absperrung von Bahn zu Bahn, Johannes, 15, fungiert in Atzenbrugg als sein Caddie. "Ich bin froh, dass es geklappt hat", sagt der jüngste Caddie im Feld, "ich kann dabei sehr viel Erfahrung sammeln."

Auch einem Europameister wird nichts geschenkt. Eine Par-Wertung musste am Freitag her auf dem letzten Loch, um den Cut gerade noch zu schaffen. Und Manuel Trappel behielt kühlen Kopf in der Sonne von Atzenbrugg, er versenkte den Putt und durfte sich auch am Samstag mit Europas Golf-Elite messen. Der Frühaufsteher lieferte eine durchwachsene 79er-Runde mit nur einem Birdie ab.

"Schon die Wildcard für dieses Turnier war der besondere Abschluss einer besonderen Saison", sagt der 22-jährige Vorarlberger. Trappel hatte Anfang August in Schweden mit Gold die erste Medaille bei Amateur-Europameisterschaften für Österreich geholt. Als Belohnung gab's nicht nur den Startplatz beim nationalen Golf-Event des Jahres, sondern auch die Spielberechtigung für das prestigeträchtigste Turnier der Welt - die British Open 2012.

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