Sport
17.05.2017

Giro: Ein Baske blieb cool, ein Niederländer bleibt in Rosa

Omar Fraile gewann die elfte Etappe, Tom Dumoulin bleibt an der Spitze des Klassements.

Es müssen nicht immer die Alpen sein, um eine knackige Etappe für ein Radrennen zu basteln – auch die Abruzzen rund um Florenz haben es in sich. Vier happige Anstiege zwischen je 500 und 1000 Metern Höhendifferenz hatte das Feld am Mittwoch auf den 161 Kilometern von Floranz nach Bagno di Romagna zu absolvieren, folgerichtig erwartete der Niederländer Tom Dumoulin "eine der schwierigsten Etappen" des 100. Giro d’Italia.

Der Gesamtführende, der am Dienstag mit seinem Sieg im Einzelzeitfahren ins Rosa Trikot geschlüpft war, sollte Recht behalten: Zu den Steigungen kamen hohe Temperaturen jenseits der 25 Grad, und so wurde die elfte Etappe eine schweißtreibende Angelegenheit.

Die Favoriten auf den Gesamtsieg um Dumoulin und den nur noch zweitplatzierten Kolumbianer Nairo Quintana, der am Dienstag fast drei Minuten verloren hatte, hielten sich lange zurück. Erst kurz vor der letzten Bergwertung am 1347 Meter hohen Monte Fumaiolo fasste sich der viertplatzierte Franzose Thibaut Pinot ein Herz und preschte nach vorn, wurde aber in der folgenden 25 Kilometer langen Abfahrt ins Ziel rasch wieder eingeholt.

Sprintsieg

So durften die Ausreißer den Sieger untereinander ausmachen: Der Spanier Omar Fraile erhielt Unterstützung vom Franzosen Pierre Rolland, auf den letzten zehn Kilometern kam der Portugiese Rui Costa hinzu, und 1,3 Kilometer vor dem Ziel war plötzlich auch noch der Este Daniel Kangert da – doch der Baske Fraile behielt die Nerven und belohnte sich für eine ambitionierte Leistung an diesem Tag mit einem gut getimten Antritt und dem Sieg.

Am Donnerstag sind wieder die Ausreißer gefragt – oder aber die Sprinter: Nach dem Start in Forlì sind nur zwei kleinere Bergwertungen zu absolvieren, von Kilometer 110 bis ins Ziel Reggio Emilia nach 229 Kilometern geht es dann nur noch bergab oder flach dahin.