Sport | Fußball
21.01.2012

Zarate will Salzburg verlassen

Interesse am Argentinier gibt es aus der russischen Liga. Eine Einigung mit Terek Grozny rückt näher.

Der Argentinier Gonzalo Zarate gilt als einer der Lieblingsspieler von Ricardo Moniz. "Er ist ein ausgezeichneter Fußballer", sagt der Salzburger Trainer über den 27-Jährigen. Trotzdem könnte die Zusammenarbeit der Beiden noch im Jänner enden.

Moniz hatte zuletzt gespürt, dass sich Zarate in Salzburg nicht mehr wohl fühlt. Bei einem längeren Gespräch mit dem Argentinier bekam er nun zu hören, "was ich nicht hören wollte. Gonzalo will den Klub verlassen", erzählt Moniz.

Der Flügelstürmer liebäugelt mit einem Wechsel in die russische Premjer-Liga. Terek Grozny hat großes Interesse signalisiert. "Das Angebot ist sehr konkret", sagt Zarate im Trainingslager in Belek. Der Klub aus der Krisenregion Tschetschenien wird seit September 2011 von Ex-Innsbruck-Trainer Stanislaw Tschertschessow betreut.

1,8 Millionen Euro Ablöse

Der Ball liegt nun beim Management des Argentiniers und bei Terek Grozny. Zarate steht laut Moniz noch bis Sommer 2013 bei den Salzburgern unter Vertrag. Als er vor eineinhalb Jahren von Grasshopper Zürich verpflichtet wurde, kostete der Argentinier rund 1,8 Millionen Euro Ablöse.

Obwohl die Salzburger mit Jonathan Soriano einen weiteren Mittelstürmer verpflichtet haben, ist der Abgang von Roman Wallner innerhalb der Fußballabteilung von Red Bull zu Leipzig noch lange nicht fix. Der im Februar 30-Jährige ist aber weiterhin der erklärte Wunschspieler von RB-Trainer Peter Pacult.

Doch das unterschiedliche Gehaltsniveau zwischen dem deutschen Viertligisten und dem österreichischen Bundesligisten sorgt für Probleme. Ein Zahlenvergleich: Während Leipzig pro Saison rund fünf Millionen Euro für Gehälter benötigt, sind es in Salzburg über 30 Millionen. Dazu sollen dem Stürmer (Vertrag bis Sommer 2012) noch zwei weitere attraktive Angebote vorliegen.