"Wir reden eben Dialekt in Österreich"
Ried - Austria 0:1
Heinz Fuchsbichler (Ried-Trainer): "Wir haben einen Riesenaufwand betrieben, doch stehen wir nun mit leeren Händen da. Diese Niederlage war völlig unnötig. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. So ist der Fußball."
Peter Stöger (Austria-Trainer): "Wenn ein Siegtor so spät fällt, ist das immer glücklich. Wir haben in der ersten Hälfte so klare Torchancen ausgelassen, dass sich das normalerweise rächt. Doch wir stehen derzeit hinten sehr kompakt. Man muss einer Mannschaft auch einmal zugestehen, dass sie nicht immer 90 Minuten Tempo gehen kann. Die Temperaturen waren nicht ideal für ein Fußballspiel."
Alexander Grünwald (Austria-Torschütze): "Es waren schwierige Wochen für mich. Nach dem Tor mussten meine Emotionen raus, ich kann sie nicht beschreiben. Es war natürlich hervorragend von Linz vorbereitet. Ich habe den ganzen Tag gespürt, dass ich reinkomme und mein Tor machen werde."
Admira – Salzburg 4:4
Roger Schmidt (Trainer Salzburg): "Das 0:3 hat wehgetan. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie eine Reaktion zeigen kann. Nach der Pause haben wir uns freigeschwommen. Wir hätten schließlich auch noch den Sieg verdient. Aber vielleicht ist der Punkt besonders wertvoll, wenn man bedenkt, wie er zustande gekommen ist. In der ersten Hälfte war die Verunsicherung zu merken. Die Erwartungshaltung bei manchen Spielern ist vielleicht auch zu groß."
Havard Nielsen (Dreifach-Torschütze Salzburg): "Mit meinen drei Toren bin ich natürlich sehr zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir schlecht gespielt, nach der Pause haben wir uns aber deutlich gesteigert und viel effektiver gespielt. Ich bin sehr glücklich, dass wir nach dem klaren Rückstand so zurück gekommen sind und noch ein Remis erreicht haben."
Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Ich bin etwas enttäuscht, dass das 3:0 nicht zu einem Sieg gereicht hat. Ich bin aber trotzdem stolz auf meine Mannschaft. Die 3:0-Führung war völlig verdient. Wir hätten sie heute schlagen müssen. Nielsen hat den Unterschied gemacht. Dass wir die ersten beiden Gegentore knapp vor und nach der Pause bekommen haben, war psychisch schlecht. Wir haben uns dann selbst um den Lohn unserer Arbeit gebracht."
Kühbauer und Schmidt gerieten nach der Partie verbal aneinander. Laut dem Admira-Trainer habe Schmidt während des Spiels dauernd gemeckert und vom Schiedsrichter Gelbe Karten gefordert. Im Kabinentrakt habe er zu Schmidt etwas - nicht Beleidigendes - gesagt, woraufhin dieser gefordert habe, Kühbauer solle Deutsch reden. "Wir reden eben Dialekt in Österreich. Ich respektiere die Deutschen und verlange auch, dass sie uns respektieren", sagte Admiras Trainer.
Innsbruck – Wr. Neustadt 2:3
Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Es ist eine ganz bittere Niederlage. Wir waren zweimal in Führung, aber wir sind nicht stabil genug und waren nicht in der Lage, ohne Fehler in der Abwehr zu spielen. Unser Problem waren die Fehler in der Defensive. Die Qualität der Mannschaft reicht nicht, um zweimal hintereinander gut zu spielen. Wir haben unsere Abgänge in der Abwehr nicht kompensieren können. Wenn es uns nicht gelingt, stabil zu sein, werden wir hinten drinnenbleiben."
Heimo Pfeifenberger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Das war so ein Highlight, das die Mannschaft braucht. Nach vier Niederlagen in Folge ist die Mannschaft heute endlich belohnt worden, aufgrund der zweiten Hälfte auch verdient. Da haben wir weiter nach vorne gespielt und sind dann auch kompakt gestanden. `Friesi` hat sich letzte Woche schon ein Erfolgserlebnis geholt, im Training hat man schon gesehen, dass er gut drauf ist. Er hat nicht gemurrt, ist hineingekommen und hat drei Tore gemacht. Das ist nicht alltäglich, er war unser Matchwinner."
Günther Friesenbichler (Wiener-Neustadt-Dreifach-Torschütze): "Ein ganz großes Kompliment an die Mannschaft, wir haben nie aufgesteckt. Wir haben zur Pause gewusst, dass noch alles drinnen ist. Nach vier Saisonniederlagen hat es schon etwas rumort in der Mannschaft, auch wenn es noch früh in der Meisterschaft ist. Deshalb war dieser Sieg so wichtig. Wären wir sechs Punkte hinten gewesen, wäre das schon sehr viel gewesen."
Rapid – Sturm 3:0
Peter Schöttel (Trainer Rapid): "Wir haben gut in die Partie gefunden und waren vom Start weg dominant. Das frühe Tor hat uns in die Karten gespielt. In der Phase vor der Pause waren wir nicht so souverän, aber mit dem zweiten Tor war das Spiel entschieden. Sturm hatte dann nicht mehr die Moral und den Glauben, das Spiel noch zu drehen."
Peter Hyballa (Trainer Sturm): "Es war ein sehr verdienter Rapid-Sieg. Wir sind noch nicht soweit, um so eine gute Mannschaft zu schlagen. Jeder Rapidler war heute ein bis zwei Klassen besser als jeder unserer Spieler. Wir haben einfach zu viele liebe Jungs in der Mannschaft. Wir waren zu schlapp und unpräsent."
Wolfsberg – Mattersburg 0:1
Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir müssen demütig bleiben. Bald kommt das nächste schwere Spiel, aber drei Punkte hier sind gut. Einige werden hier noch Federn lassen."
Dario Baldauf (WAC): "Wir hatten die besseren Möglichkeiten, aber wenn man kein Tor schießt kann man kein Spiel gewinnen. Das zieht sich mittlerweile durch wie ein roter Faden."
Michael Liendl (WAC): "Hinten standen wir dieses Mal besser als gegen Sturm. Vorne haben wir einfach zu viele Fehlpässe gemacht. Es hat uns die Sicherheit am Ball gefehlt. So kann man in der Bundesliga kein Spiel gewinnen. Vielen Spielern fehlt es noch an der nötigen Konzentration."
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