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Sport Fußball
09/15/2012

Wieder kein Heimsieg für Salzburg

85 Minuten musste der Meister gegen Ried in Unterzahl spielen, hätte aber trotzdem ganz klar gewinnen müssen.

von Stephan Blumenschein

Eigentlich beginnt eine Saison mit der ersten Runde. In Salzburg hat man den Saisonstart einfach in die achte Runde verlegt. "Man kann sagen, dass für uns die Saison neu beginnt", erklärte Sportchef Ralf Rangnick, nachdem er in der letzten Transferwoche Ende August gleich fünf neue Spieler geholt hatte.

Von diesen standen mit Isaac Vorsah und Kevin Kampl zwar nur zwei in der Startelf im Heimspiel gegen Ried, trotzdem war im Vergleich zu den drei Heimspielen gegen Mattersburg (3:2), Rapid (0:2) und Wr. Neustadt eine ganz andere Salzburger Mannschaft auf dem Feld.

Der Titelverteidiger begann überfallsartig, kam schon nach 17 Sekunden erstmals gefährlich in den Rieder Strafraum. Die Spielweise war aber so offensiv, dass es in der Defensive einfach Löcher geben musste.

Notbremse

Dafür bezahlte der neue Abwehrchef Vorsah schon in der fünften Minute: Der Ghanaer konnte den allein aufs Tor laufenden Gartler nur mehr foulen und wurde ausgeschlossen.

Die Überzahl schadete aber den Riedern mehr als sie ihnen half. Denn die Salzburger konzentrierten sich nun mehr auf die Defensive und blieben in der Offensive extrem variabel.

Besonders einen Salzburger bekamen die Innviertler einfach nicht in den Griff: Kevin Kampl. Der 21-jährige Slowene, der aus der zweiten deutschen Liga von Aalen gekommen war, war praktisch an jeder Chance beteiligt. Aber erst den dritten Traumpass von Kampl konnte Torjäger Soriano verwerten – 1:0 (34.).

Salzburgs Spieler legten ein unglaubliches Laufpensum hin. Doch es mangelte an der Effizienz: Berisha (34.) und Kampl (40.) ließen weitere Großchancen ungenützt, Soriano hatte mit einem Lattenschuss Pech. Wieder war Kampl der Vorlagengeber gewesen.

Auch den 8000 Salzburg-Fans hatte die erste Hälfte gefallen. Erstmals seit langer Zeit begleitete Applaus den Gang in die Kabine.

Schaffenspause

Erst nach dem Wechsel machte sich die Unterzahl bemerkbar. Nach 10 Minuten war Salzburg aber wieder im Spiel. Leitgeb ließ allerdings zwei weitere Chancen aus. Das rächte sich: Ried kam nach einem Corner durch Ziegl zum glücklichen 1:1 (70.).

Salzburg hätte zusetzen müssen, konnte es aber mit nur zehn Mann nicht wirklich, obwohl das Bemühen da war: Der eingewechselte Mane und Kampl scheiterten am überragenden Ried-Keeper Gebauer.

Salzburg belohnte sich für die beste Heimleistung der Saison nicht und wartet nun schon seit drei Heimspielen auf einen Sieg.

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