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Sport Fußball
12/05/2011

Werder bleibt Bayern auf den Fersen

Bremen feierte mit Arnautovic und Prödl den nächsten Sieg und ist der erste Verfolger der dominanten Münchner.

Rudi Völler war voll des Lobes, obwohl seine Mannschaft 0:3 verloren hatte. Leverkusens Sportdirektor sprach in höchsten Tönen vom Gegner: "Das ist das Niveau von Barcelona, von Real Madrid. Bayern spielt in der Bundesliga eine Sonderrolle."

Den Bayern gehen nach dem sechsten Zu-Null-Sieg und 21:0 Toren national die Gegner aus. Auch wenn die Tabellenführung nach der 7. Runde lediglich zwei Punkte beträgt - die Münchner spielen in einer eigenen Liga.

Für Philipp Lahm ist der Titel schon fast gewonnen. "Wir können uns in dieser Verfassung nur selber schlagen", meinte der Kapitän. Zurückhaltender gab sich Trainer Jupp Heynckes. "Es war nicht so brillant wie in den letzten Wochen", erklärte der 66-Jährige, der David Alaba in der 82. Minute eingewechselt hatte.

Abgesehen von der Verhaftung des Brasilianers Breno wegen des Verdachts der Brandstiftung ist die Bayern-Welt rosarot. Seit 838 Pflichtspielminuten steht bei Goalie Manuel Neuer die Null - und das Glück perfekt machte das kurze Comeback von Arjen Robben. Frenetisch feierten die Zuschauer den späteren Torschützen bei seiner Einwechslung nach fünf Wochen Spielpause.

Königsklasse

Als Ansporn bleibt wohl die Champions League mit dem großen Ziel Heimfinale 2012. "Wir wissen, dass am Dienstag eine Mannschaft kommt, die qualitativ besser ist", sagte Bastian Schweinsteiger in Blickrichtung auf das Duell mit Manchester City.

Erster Bayern-Verfolger ist nach wie vor Werder Bremen, das am Sonntag mit den beiden Österreichern Marko Arnautovic und Sebastian Prödl (beide spielten durch) einen 2:1-Heimsieg über Hertha BSC feierte. Pizarro sorgte mit einem Doppelpack für den Sieg.

Überraschung

Das Überraschungsteam bleibt jedoch Borussia Mönchengladbach auf Platz drei. Die "Fohlen" feierten am Samstag einen 1:0-Sieg gegen Nürnberg. Martin Stranzl war erstmals seit seiner Wadenverletzung wieder in der Startformation der Gladbacher. Trainer Lucien Favre war danach bemüht, die Euphorie nach dem besten Saisonstart der Borussen seit 1987/88 einzudämmen.

Als Favre nach 22 Runden der letzten Saison die Elf übernahm, war sie mit 16 Punkten Letzter und hatte 56 Gegentore auf dem Konto. Danach kassierten die Gladbacher in 21 Partien nur noch 14 Treffer, schafften den Klassenerhalt und dürfen momentan vom Europacup träumen. Einziges Manko: die Chancenauswertung. Stranzl: "Könnten wir all unsere Chancen für die nächsten Spiele aufheben, muss uns nicht bange sein."

Neben Gladbach hatte auch Schalke 04 mit Christian Fuchs Grund zur Freude, und das trotz des Schocks nach dem Rücktritt von Coach Ralf Rangnick. "Dieser Sieg gehört ihm. Wir wollten ihm zusätzliche Kraft geben, die er jetzt benötigt", sagte Goalie Fährmann. Die Trainersuche will Manager Heldt nicht nur auf freie Trainer beschränken: "Wenn ich es für richtig halte, werde ich auch Kontakt zu Leuten aufnehmen, die unter Vertrag stehen."

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