Clip, Frauenfußball-EM

© Mediathek/ ZDF

Frauenfussball
07/11/2013

Waschmaschinen-Werbung: Clip sorgt für Aufregung

Die Macher des ZDF-Werbefilmchens sind mit Sexismus-Vorwürfen konfrontiert.

Die Zeiten sind vorbei, als Deutschlands Damen für den EM-Titel mit einem Kaffeeservice belohnt wurden. In Schweden winken jeder Spielerin aus Silvia Neids Team mehr als 46.000 Euro für den achten Erfolg. Und dennoch scheint sich am Frauenbild seit den Achtzigern nicht sehr viel verändert zu haben – so vermittelt es zumindest der EM-Trailer des ZDF, der derzeit vor allem im Internet für Furore sorgt.

Da dribbelt eine deutsche Teamspielerin im blütenweißen Dress Richtung Waschmaschine, platziert den schmutzigen Ball gekonnt in der Trommel und wählt – ganz die geübte Wäscherin – das Lederprogramm aus. Frauenfeindlich nennen die einen den Clip, „klischeebeladen und unsensibel“ sei die Werbung. Lustig finden’s die anderen. Der Spot sei „mit einem Augenzwinkern zu verstehen“, verteidigt Marketing-Leiter Thomas Grimm die Entscheidung. Man sei immer auf der Suche nach ausgefallenen Konzepten, um Aufmerksamkeit zu erregen. Das ist dem ZDF auf jeden Fall geglückt. Vielleicht hätten sich die deutschen Damen, die seit 20 Jahren kein EM-Spiel verloren haben, aber auch eine zeitgemäßere Form der Werbung verdient.

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