Viennas Neustart auf der Baustelle
Meistermannschaft war es keine. So weit ist man sich bei der Vienna einig, wenn es um das Team der vergangenen Saison geht, das sich gerade noch den Klassenerhalt erzittert hat. "Es war eine Mannschaft, die drei Jahre lang gegen den Abstieg gekämpft hat", sagt Trainer Alfred Tatar.
Der 48-Jährige startet am Freitag in St. Pölten (18.30 Uhr) mit einem ausgewechselten Kader in die Saison und spricht von einem Neuanfang: "Mit Spielern, die nicht die negative Stimmungslage mit sich herumtragen, beginne ich wieder bei null." Einzig Kapitän Dospel, Stürmer Rotter und Kröpfl (Verteidigung), der derzeit wegen eines Kreuzbandrisses ausfällt, erinnern noch ans durchwachsene letzte Jahr.
Lieber erzählt der studierte Biologe von den Gesichtspunkten, nach denen er sein neues Team zusammengestellt hat. "Vor allem in der Abwehr haben wir auf eine Mischung aus sehr routinierten Leuten wie Dospel und vielversprechenden Jungen gesetzt", sagt Tatar und meint damit etwa Andrej Lebedew, 21, der leihweise von Rapid kommt.
Routinier & Insider
Mit Ex-Teamkeeper Mandl (zuletzt beim LASK) steht ein Routinier im Tor der Wiener. "Was nicht bedeutet, dass sich nicht auch er die notwendige Zeit verdient hat, um hineinzuwachsen", sagt der Trainer, für den nach kurzer, gemeinsamer Vorbereitung "Zeit" das Schlüsselwort ist. "Das ist ein Haus ,under construction". Es wird dauern, bis die Mannschaft eingespielt ist."
Drei andere Neue sind zumindest mit dem ersten Gegner in der zweithöchsten Spielklasse bestens vertraut: die Ex-St.-Pöltner Mirnes Becirovic, Markus Speiser und Jochen Fallmann. Vor allem für Letzteren wird es am Freitag in der NV-Arena eine emotionale Angelegenheit, wohnt doch der langjährige, ausgemusterte SKN-Kapitän ganz in der Nähe des neuen Stadions.
Im Titelkampf setzt Austria Lustenau auf ein eingespieltes Kollektiv, während Kapfenberg-Coach Von Heesen nach sieben Zugängen noch weitere "Verstärkungen für Mittelfeld und Angriff" ankündigt.
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