Verrücktes 4:4 bei Admira-Salzburg
Es ist schon kurios: Das mit Abstand beste Bundesliga-Spiel seit ewigen Zeiten brachte in Runde fünf das erste Remis der Saison.
Admira und Salzburg boten ein Offensivfeuerwerk mit acht Toren und Chancen für etliche weitere Treffer.
Salzburg-Trainer Roger Schmidt war nach der inferioren Vorstellung gegen Rapid verärgert – besonders auf die Österreicher. Mit Jantscher, Leitgeb, Ilsanker und Ulmer fehlten vier Österreicher gestern im Vergleich zum 0:2 in der Startelf.
Aber Schmidt hatte auch die Defensive verändert. Vier Innenverteidiger bildeten die Viererkette. Ein Wagnis gegen die
Admira, die den Platz bekam, um zu zeigen, dass man die beste Umschaltmannschaft Österreichs ist – ein Prädikat, das eigentlich die Salzburger für sich beanspruchen.
Hosiner (4., 9.) und Jezek (14.) hätten eigentlich schon für die Führung sorgen müssen. In Minute 16 fiel sie dann: Douglas machte seinen dritten Fehlpass. Hosiner nützte nach einem Konter seine dritte Chance.
Salzburg gewann ein Übergewicht. Weil der Norweger Berisha schon bei seinem Debüt zeigte, dass er eine Verstärkung ist.
Löchrig
In der Defensive machten die Salzburger weiter Anfängerfehler. Mendes vertändelte den Ball, Schiemer ließ Jezek flanken, Hosiner verlängerte per Kopf, Sabitzer verwertete per Kopf – 2:0 (37.). "Die wichtige Erkenntnis des Abends ist, dass wir den Meister vierzig Minuten dominiert haben", sagte Hosiner, der wenig später das 3:0 nachlegte.
Da waren bereits 45 Minuten gespielt. "Wenn wir das in die Pause bringen, gewinnen wir die Partie", sagte Rene Schicker nach der Partie. Denn mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff gelang Salzburg der Anschluss: Doppelpass zwischen Nielsen und Berisha, Nielsen verwertet (45.+2).
Zur Pause spielte Schmidt Alles oder Nichts: Die inferioren Innenverteidiger Sekagya und Douglas machen Platz für Maierhofer und Jantscher. "Das war nicht nur mit offenem Visier, sondern ganz ohne Helm", gestand Trainer Schmidt.
Das Spiel drehten dennoch die zwei Norweger. 45 Sekunden waren in Hälfte zwei gespielt: Querpass von Berisha, Nielsen verwertete mit der Ferse. Zehn Minuten später stand es 3:3: Querpass von Berisha, Nielsen trifft zum dritten Mal (56.).
"Der Ausgleich war völlig verdient", gestand Admira-Trainer Kühbauer, "aber wir hätten sie dennoch schlagen müssen." Denn das Spiel wogte hin und her. Maierhofer trifft für
Salzburg die Latte, Schwab für die Admira. In Minute 77 führte Salzburg: Maierhofer traf – 4:3.
Doch nun schlug die Admira zurück: Schicker stellte mit seiner ersten Ballberührung auf 4:4 (80.). Selbst nach Schlusspfiff fand das Spiel keine Ruhe: Kühbauer und Schmidt gerieten im Kabinentrakt aneinander.
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