Vater: "Großartig feiern darf David noch nicht"
George Alaba kam im Jahr 1984 von Nigeria nach Österreich. "Ich fühle mich, als ob ich hier geboren wäre", sagt der 51-Jährige, der nach Erlangen der Staatsbürgerschaft der erste Dunkelhäutige bei der Garde des Bundesheeres war.
In den späten 90ern landete er als Sänger des Pop-Duos "Two in One" mit den Hits "Makeema" und "Indian Song" an der Spitze der Charts.
KURIER: Herr Alaba, wie beurteilen Sie die Entwicklung Ihres Sohnes?
George Alaba: Manchmal überrascht er auch mich. Nach dem Spiel gegen Real habe ich ihm gesagt: ’Was du gespielt hast, war Wahnsinn.’ Aber man darf nicht zufrieden sein. David ist noch nicht auf dem Niveau eines Ribéry. Er hat etwas erreicht, aber groß feiern darf er noch nicht.
Was hat sich für Ihre Familie geändert, seit David so viel Geld verdient?
Nicht viel, ich bin immer noch schwarz. Spaß beiseite. Wenn wir in der Früh aufwachen, wissen wir, dass wir uns keine Sorgen machen müssen. Und natürlich sind ein paar schöne materielle Dinge dazugekommen.
Wie der
Mini Cooper, den Ihnen David zum 50. Geburtstag geschenkt hat?
Genau. Bis dahin bin ich einen alten Ford Escort gefahren. David hat sich daran erinnert, dass der vor langer Zeit – als wir zur Aufnahmeprüfung in die Stronach-Akademie fahren wollten – nicht angesprungen ist. Er hat gemeint, es wäre höchste Zeit für ein neues Auto.
Wie sehr man Ihren Sohn auch lobt, man hat nie den Eindruck, er könnte abheben. Warum?
Ich sehe mich als Vater, Vorbild, und auch als Freund und versuche, alles, was ich von ihm verlange, vorzuleben. Eine große Rolle spielt der Glaube. Wir sind Sieben-Tages-Adventisten. Das oberste Gebot Gottes ist die Nächstenliebe. Wir haben David gelehrt, nicht arrogant zu sein, keinen Neid zu entwickeln. Er liest die Bibel und glaubt daran.
Arbeiten Sie noch als DJ im Wiener Nachtclub
Beverly Hills?
Nein. Durch den Bekanntheitsgrad von David habe ich bei der Arbeit keine Ruhe mehr gehabt. Ich konzentriere mich darauf, David als Manager zu beraten und seine Schwester Rose-May, die eine Gesangskarriere anstrebt, voranzubringen.
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