Unter 24 Teilnehmern an der EURO 2016 werden 301 Millionen Euro aufgeteilt.

© Reuters

Fußball
03/27/2014

UEFA für Maßnahmen gegen Spiel-Manipulation

Einheitliche Bestimmungen, Berichtssysteme, Kooperation mit staatlichen Behörden und strengere Strafen.

Die 54 Mitgliedsverbände UEFA haben auf dem Kongress in Astana einstimmig eine Resolution gegen die Manipulation von Spielen verabschiedet. In einem Maßnahmenkatalog einigte man sich auf einheitliche Bestimmungen, Einführung von Berichtssystemen, Kooperation mit staatlichen Behörden und strenge Strafen für involvierte Personen.

"Wir verlangen von den Mitgliedsverbänden, dass sie mit voller Unterstützung der UEFA gegen diese Plage auftreten, die eine echte Bedrohung für die Seele unseres Sports darstellt", erklärte UEFA-Präsident Michel Platini. Die UEFA hat kürzlich ihre Disziplinanordnung adaptiert, um der Gefahr der Spielabsprachen, von Bestechung und Korruption zu begegnen.

U17-Mädchenteam als Vorbild

Als positives Beispiel hob Platini in Astana die Trainerin des moldawischen U17-Mädchenteams, Alina Stetenco, hervor. Sie sei gegen Korruption aufgetreten und habe ein Netzwerk aufgedeckt. Ein moldawischer Funktionär hatte versucht, Spiele der U17-EM im August 2013 zu manipulieren und wurde dank der Aussagen Stetencos lebenslang gesperrt. "Sie hat Nein zu Manipulation, Nein zu Einschüchterung und Nein zu Korruption gesagt. Sie hat ein Beispiel gegeben, dem wir folgen sollten", betonte Platini vor den Delegierten.

Die UEFA will eine einfachere Meldung von Verstößen ermöglichen. Daher wird zusätzlich zum Wettbetrugs-Überwachungssystem (BFDS) und der Gründung eines Netzwerks von Integritäts-Verantwortlichen bei den Verbänden auch eine Telefon-Hotline und ab 1. Juli eine Website eingeführt, um das Berichtssystem auf UEFA.org zu unterstützen.

Finanzielle Verbands-Förderungen

Positive Nachrichten gab es für die Verbände in finanzieller Hinsicht. Die UEFA stellt diesen eine Rekordsumme von insgesamt 600 Millionen Euro zur Förderung des Sports und zur Unterstützung ihrer Aktivitäten zur Verfügung. Unter den 24 Teilnehmern an der EURO 2016 werden laut einem festgelegten Schlüssel 301 Millionen Euro aufgeteilt. Jedes qualifizierte Team erhält 8 Millionen, für den Titelgewinn ohne Niederlage gäbe es 27 Millionen.

Während Platini seine eigene Entscheidung über eine Kandidatur als FIFA-Präsident im Mai 2015 bis mindestens Oktober vertagt hat, forderte er den anwesenden FIFA-Präsidenten Sepp Blatter auf, Maßnahmen gegen den Besitz von Spielern durch Dritte zu ergreifen. "Heutzutage ist es schlimmer als früher, die Spieler gehören immer öfter undurchsichtigen Gesellschaften aus Steuerparadiesen, die von irgendeinem Investmentfonds kontrolliert werden", sagte Platini.

Die Spieler würden Jahr für Jahr transferiert, um diese Unbekannten zu bereichern. "Das ist ein weltweites Problem und das gehört reglementiert. Haben Sie die Courage, dieses Problem anzugehen", appellierte Platini an den FIFA-Chef.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.