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ÖFB-Cup
11/01/2012

Überstunden verärgern Schöttel

Der Rapid-Coach ist sich nach dem 4:2 gegen Altach sicher, dass die "Mannschaft schlauer werden muss".

Rapid Wien ist auch 2013 noch im ÖFB-Cup vertreten. Coach Peter Schöttel war nach dem 4:2-Sieg nach Verlängerung im Cup-Achtelfinale am Mittwochabend gegen den Erste-Liga-Klub SCR Altach allerdings ob der "Überstunden" nicht sehr glücklich. Verständlich, stehen doch in Zeiten der Dreifachbelastung die schwierigen Auswärtsspiele gegen Sturm Graz (Samstag) und Bayer Leverkusen (Donnerstag) unmittelbar bevor.

"Die Mannschaft muss schlauer werden, nicht noch als Highlight in solchen englischen Wochen in so einem Spiel über 120 Minuten gehen", sprach Schöttel Klartext. Er werde versuchen, der Mannschaft bewusst zu machen, dass solche Spiele auch anders zu gewinnen seien. "Da ist aber auch die Mannschaft selbst gefordert", nahm der Rapid-Trainer seine Kicker in die Pflicht.

Premieren

Vieles deutete in der Anfangsphase der vor nur 3.300 Zuschauer ausgetragenen Partie im Hanappi-Stadion nach dem schnellen Führungstreffer von Mario Sonnleitner auf eine klare Angelegenheit für den Favoriten hin. Die Gastgeber gaben sich in der Folge allerdings mit dem Notwendigsten zufrieden, was sich beinahe noch gerächt hätte. "Bei einem 2:0 wäre die Partie vorbei gewesen, wir haben nach dem 1:0 aber so gespielt, wie wenn die Partie schon vorbei wäre", ärgerte sich Schöttel. "Über die Nachlässigkeiten in der ersten Hälfte kann man nicht so einfach hinwegsehen."

Hannes Aigner und Philipp Netzer drehten die Partie aus dem Nichts vorerst zugunsten der Vorarlberger. Terrence Boyd brachte die Wiener in die Verlängerung, in der Muhammed Ildiz und Thomas Prager dafür sorgten, dass ihre Mannschaft weiter vom 15. Cuptitel, dem ersten seit 1995, träumen darf. Für die beiden Mittelfeldspieler war es der erste Pflichtspieltreffer im Rapid-Dress. "Das erste Tor für Rapid erzielt zu haben, ist ein Super-Gefühl. Gott sei Dank haben wir auch gewonnen. Und jetzt wollen wir so viel wie möglich herausholen", sagte der 21-jährige Ildiz. Und Prager erhofft sich von seinem Premierentreffer einen Schub. "In letzter Zeit ist es für mich nicht so gelaufen, ich hoffe, dass mir das Tor jetzt Auftrieb gibt", meinte der 27-Jährige.

"Ich war sehr zufrieden mit unserem Auftreten", meinte Austria-Trainer Peter Stöger nach dem souveränen 4:0-Erfolg des Tabellenführers gegen Villach, den Fünften der Regionalliga Mitte. Stöger hatte nicht viel zu bemängeln. Punkto Chancenauswertung - Philipp Hosiner verschoss einen Elfer - sieht er aber Luft nach oben. "Wir haben Villach auch schon vor der Pause kontrolliert, erspielten uns viele Möglichkeiten, müssen aber noch mehr auf den Endzweck aus sein."

Der Drittplatzierte der Regionalliga Mitte bereitete hingegen Cup-Titelverteidiger Salzburg weit mehr Kopfzerbrechen. Die Salzburger hatten beim 3:1 gegen Kalsdorf lange zu kämpfen. "In solchen Spielen ist es notwendig, geduldig zu spielen und auf die Chancen zu warten. Das ist uns gelungen", meinte Salzburg-Coach Roger Schmidt. Dreifachtorschütze Mane erklärte erleichtert: "Es war ein sehr schweres Spiel, ein typisches Cupmatch. Und der tiefe Boden hat es uns noch schwieriger gemacht, unser Spiel umzusetzen. Drei Tore, das ist etwas ganz Besonderes."

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