Twitter-Verbot für Dänen bei EM

Während der Kulturminister die Meinungsfreiheit beschränkt sieht, reagieren die Spieler gelassen.
Das Logo von Twitter, ein stilisierter weißer Vogel auf hellblauem Grund.

Der Dänische Verband (DBU) hat ein Twitter-Verbot für seine Nationalmannschaft während der Fußball-Europameisterschaft ausgesprochen. Man habe das mit den Spielern so vereinbart, hieß es am Montag von Seiten des DBU.

Trainer Morten Olsen wolle nicht, dass sein Team während gemeinsamer Veranstaltungen twittere oder mit Facebook beschäftigt sei, berichtete am Dienstag die dänische Nachrichtenagentur Ritzau.

"Ich kann das nicht nachvollziehen", kommentierte der dänische Kulturminister Uffe Elbaek am Dienstag das Verbot im Radiosender DR. Es beschränke die freie Meinungsäußerung.

Nationalspieler Daniel Agger akzeptierte hingegen die Ansage. "Das ist eine Entscheidung des Trainers - und das geht in Ordnung", sagte der Innenverteidiger am Dienstag der Tageszeitung Daily Jyllands-Posten. Er benutze ohnehin weder Twitter noch Facebook, ergänzte der Liverpool-Spieler. "Und ich kann auch nicht verstehen, wieso man sein Leben ins Internet stellen sollte."

In der dänischen Nationalmannschaft wird aber durchaus gerne und regelmäßig getwittert. Zum Beispiel von Stoke-City-Torhüter Thomas Sorensen. Aber auch der zeigte sich einsichtig: "Wir konnten früher ohne Twitter gut leben. Und das werden wir auch während der EM können", twitterte Sorensen am Dienstag.

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