Sport | Fußball
04.07.2018

Turins Bürgermeisterin hofft auf Ronaldo-Wechsel zu Juventus

Ein Wechsel des Superstars zu Juventus Turin könne die Serie A wieder zu "alter Pracht" führen.

Nach den Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Real-Madrid-Stürmer Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin hat nicht nur die Bürgermeisterin der Stadt zu träumen begonnen. "Wenn er kommt, wäre das einzigartig", sagte Chiara Appendino am Mittwoch in Turin laut italienischen Nachrichtenagenturen, "es wäre sehr positiv für unsere Stadt und für unsere Gegend, auch was das Image angeht."

Die Euphorie hat auch den Trainer der italienischen Nationalmannschaft, Roberto Mancini, ergriffen. "Es wäre eine sehr wichtige Sache für die italienische Liga", sagte er in einem Programm des Senders Canale 5. "Es könnte der Anfang davon sein, zur Pracht von vor 15 Jahren zurückzukehren, als alle Spitzenspieler in der Serie A waren."

Spanische Medien hatten berichtet, dass Italiens Rekordmeister Juventus Turin Interesse daran hätte, den 33-jährigen Portugiesen zu verpflichten. Allerdings hieß es dazu am Mittwoch in italienischen Medien, es sei ein "großer Traum", der aber wegen des hohen Preises für den Ronaldo schwer zu verwirklichen sei. Die Turiner Zeitung "La Stampa" schrieb dazu: "Wacht nicht auf, ich bitte Euch, wacht nicht auf. Bleibt noch ein wenig in diesem Traum von Ronaldo im schwarz-weißen-Trikot."

Sorgen wegen Werbeverbot

Zahlreiche Konkurrenten von Juventus müssen sich unterdessen um ihr Budget für die kommenden Jahre sorgen. Italien untersagt als erstes europäisches Land die Werbung für Wettanbieter. Die Spielsucht treibe Familien in den Ruin und belaste das Budget des staatlichen Gesundheitswesens, sagte der stellvertretende Regierungschef Luigi Di Maio am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Rom zur Begründung.

Das Kabinett hatte das Verbot bei einer Sitzung am späten Montagabend beschlossen - trotz heftiger Kritik von Wettbranche und Fußballvereinen, die häufig von Wettanbietern gesponsert werden. Der Chef des italienischen Fußball-Serie-A-Vereins Bologna, Claudio Fenucci, sagte der Tageszeitung "Il Messaggero", das Verbot sei "verrückt". Fußballclubs würden damit 100 Millionen Euro verlieren.