Traumeinstand für Rapids Boyd

Ein jubelnder, muskulöser Mann steht vor einer feiernden Menschenmenge.
Der neue Stürmer trifft im Test sehenswert per Seitfallzieher und weiß: "Wien ist schöner als Dortmund."

Viel besser hätte der erste Auftritt von Terrence Boyd im Hanappi-Stadion nicht verlaufen können. Der neue Rapid-Stürmer stellte sich am Dienstag bei der 1:2-Testspiel-Niederlage gegen AS Roma vor 16.600 Zuschauern mit einem Traumtor vor.

Per Seitfallzieher erzielte der US-Amerikaner in der 24. Minute das zwischenzeitliche 1:1, wenige Sekunden zuvor hatte er mit einem Rückzieher ans Lattenkreuz für Aufsehen gesorgt. "Beim zweiten Mal habe ich mir nur gedacht, ich versuche es einfach noch einmal, und es hat Gott sei Dank geklappt", erklärte der 21-Jährige, der von den Dortmunder Amateuren gekommen ist und angeblich knapp 200.000 Euro gekostet hat.

Boyd hatte auch Angebote von deutschen Zweitligisten, bevorzugte aber den österreichischen Rekordmeister. "Weil Rapid einfach einen Namen hat", betonte der in Bremen geborene Angreifer. Seine Entscheidung hat der US-Teamspieler bisher nicht bereut. "Die Atmosphäre im Hanappi-Stadion war großartig, eine Gänsehautstimmung. Was die Fans hier leisten, ist atemberaubend. Und Markus Katzer hat mir gesagt, das war noch gar nichts."

"Wien ist schöner als Dortmund"

US-Teamchef-Assistent Andreas Herzog, der am Dienstag im Hanappi-Stadion saß, riet Boyd zum Wechsel nach Wien, wo sich der Stürmer schon gut eingelebt hat. "Wien ist eine sehr schöne Stadt, schöner als Dortmund." Nur zum Sightseeing ist Boyd aber nicht in die Bundeshauptstadt gekommen. "Ich werde alles dafür geben, dass Rapid Meister wird", versprach der 21-Jährige.

Sein Trainer Peter Schöttel freute sich über den geglückten Einstand des Neuzugangs. "Er ist von Beginn an dominant aufgetreten und hat ein großartiges Tor erzielt. Seit Dienstagabend ist er endgültig bei Rapid angekommen." Weitgehend zufrieden war der Coach auch mit der Leistung des gesamten Teams ("Wir haben gegen Roma eine richtig gute Figur abgegeben"), obwohl vier Tage vor dem Liga-Auftakt daheim gegen Wacker Innsbruck Mängel erkennbar waren. "Aber daran werden wir noch arbeiten", sagte Schöttel.

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