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29.06.2018

Trainer Kühbauer verpasst dem SKN ein neues Gesicht

Neun Neue werden das Team von St. Pölten stark verändern. Wer hat die besten Chancen auf die Stammelf?

Nach dem Fast-Abstieg ist bei St. Pölten kein Stein auf dem anderen geblieben. Der Wunsch von Trainer Didi Kühbauer, mit einem neuen Team einen echten Neustart zu versuchen, wurde erhört. Der SKN hat fast eine gesamte neue Startelf verpflichtet, die immer noch drohende Änderung des Urteils im „Fall Atanga“ wird bewusst nicht abgewartet. Derzeit trainiert Kühbauer mit neun neuen Gesichtern, ein zehntes soll für den Flügel (als Atanga-Nachfolger) mit einem Legionär noch dazukommen.

Die neuen "Wölfe" in der KURIER-Übersicht:

Kontinuität gibt es bei der Nummer 1: Christoph Riegler genießt das volle Vertrauen des Cheftrainers, Thomas Vollnhofer ist ein stabiler Ersatzmann.

In der Innenverteidigung ist mit WAC-Zugang Daniel Drescher zu rechnen, den Kühbauer schon bei der Admira und in Wolfsberg für seine Zweikampf- und Kopfballstärke schätzte. Halblinks hat sich im Frühjahr Luan empfohlen. Der Brasilianer konnte nach seiner Leihe von Sturm fix aus Graz verpflichtet werden.

Die hochtalentierten Alternativen sind Luca Meisl, der von Red Bull ausgeborgt wurde, und Eigenbauspieler Ahmet Muhamedbegovic.

Als Außenverteidiger setzt Kühbauer auf Sandro Ingolitsch, der sich nach dem Stec-Abgang auf der gewohnten rechten Seite empfehlen kann. Links kam mit Stephan Palla noch ein Spieler, dem der Trainer schon beim dritten Verein vertraut.

In der Vorbereitung aufdrängen wollen sich Defensiv-Allrounder Martin Rasner und als Linksfuß Patrick Puchegger, 23. Der bisherige Sturm-Reservist aus Oberndorf wurde in der St. Pöltner Akademie ausgebildet.

Schlüsselspieler

Vor der Abwehr dürfte Roko Mislov gesetzt sein. Der 30-jährige Kroate war einer der Hauptgründe für den Aufstieg von Hartberg und ist für einen Sechser extrem torgefährlich. Daniel Petrovic kämpft nach seiner schweren Verletzung um ein Comeback und könnte das Back-up für den Neuen werden.

Falls Shooting Star Robert Ljubicic seine Form der letzten Runden konservieren kann, darf auch der Bruder von Rapidler Dejan mit regelmäßigem Einsatz als Achter im Zentrum rechnen.

Der Konkurrenzkampf wird gerade hier hart sein. Sollte Osarenren Okungbowa öfter fit sein als bei Rapid, ist dem 24-jährigen Wiener der späte Durchbruch zuzutrauen. Den Kampf um einen Stammplatz werden auch die früheren SKN-Kapitäne Michael Ambichl und Dominik Hofbauer nicht aufgeben.

Auf den Flügeln hofft Kühbauer noch auf eine (letzte) Verstärkung. Vorerst dürften Daniel Schütz und Daniel Luxbacher – sofern fit – die besten Karten haben. Allrounder Eldis Bajrami und Husein Balic heißen die weiteren Kandidaten.

Neuer Angriff

Der Sturm kann komplett neu gebildet werden: Issiaka Ouédraogo hat in früheren Jahren meist unter Kühbauer seine besten Leistungen gezeigt.

Neben dem Rackerer sollte der vom LASK gekommene Routinier René Gartler seine Qualität vor dem Tor am besten ausspielen können. Aber Pak Kwang-Ryong hat mit einem späten Formanstieg bewiesen, dass Nordkoreas Teamspieler auch in der Bundesliga helfen kann. Als Back-up steht Aleksandar Vucenovic zur Verfügung.

Zu den elf Abgängen sollen noch Stürmer Roope Riski und Linksverteidiger Damir Mehmedovic stoßen. Dass das Duo kaum Chancen auf Einsätze hat, wurde intern bereits nach der Relegation klargestellt.