Sport | Fußball
25.03.2017

Systemwechsel im Team: "Fast perfekt gemacht"

Marcel Koller stellte auf ein 3-4-3-System um, der Wechsel kam bei den Spielern gut an.

Bei Österreichs Fußball-Teamspielern ist die gegen Moldau vorgenommene Systemumstellung auf positive Resonanz gestoßen. Die 3-4-3-Variante habe auf Anhieb geklappt, man sei dadurch flexibler geworden, lautete der Tenor der ÖFB-Kicker nach dem 2:0 am Freitag in der WM-Qualifikation im Wiener Happel-Stadion.

Martin Hinteregger meinte, das neue System habe "sehr gut" funktioniert, und sein Partner in der Abwehr-Dreierkette, Aleksandar Dragovic, ergänzte: "Wir haben das fast perfekt gemacht und nur eine Chance zugelassen."

Ein permanenter Wechsel auf das 3-4-3 sei aber nicht zu erwarten, wie Zlatko Junuzovic erklärte. "Wir können auf unser altbekanntes System (Anm.: 4-2-3-1) zurückgreifen oder das 3-4-3 verfeinern, immer auf den Gegner abgestimmt."

"Müssen noch einiges verfeinern"

Für den Gegner Moldau war die neue Variante laut Junuzovic passend. "Wir wussten, dass wir über die Seiten Räume bekommen, deswegen wollten wir das Zentrum schnell überspielen."

Allein schon aufgrund der kurzen Zeit zum Einstudieren sei es klar, dass noch nicht alles wie am Schnürchen lief. "Wir müssen sicher noch einiges verfeinern, zum Beispiel die Laufwege oder das Timing beim Abspielen. Aber wir sind zu Chancen gekommen", betonte Junuzovic.

So wie der Legionär von Werder Bremen sieht auch Martin Harnik das neue System als Bereicherung, aber nicht unbedingt als neue Einser-Variante. "Ich denke schon, dass es abhängig vom Gegner war. Das heißt aber nicht, dass es nicht ein System für die Zukunft sein kann."

Chancenverwertung als großes Problem

Das lange Festhalten von Teamchef Marcel Koller am 4-2-3-1 war für Harnik wenig überraschend. "Wir waren schon immer relativ flexibel. Wir haben eben lange ein System gespielt, mit dem wir sehr erfolgreich waren, deshalb mussten wir nicht viel ändern."

Der Hannover-Legionär sorgte mit seinem Treffer zum 2:0 in der 90. Minute für die Entscheidung, erst sieben Minuten zuvor war er eingewechselt worden. "Ich habe schon in der Vergangenheit bewiesen, dass ich ein guter Joker sein kann", sagte der 29-Jährige.

Vor seinem Eintausch musste Harnik von der Bank aus mitansehen, wie seine Kollegen vor allem in der ersten Hälfte eine Möglichkeit nach der anderen ausließen. "Aber keine Chance wurde stümperhaft vergeben. Trotzdem brennt man als Stürmer umso mehr auf einen Einsatz, wenn es lange 0:0 steht."

"Irgendwann war die Erlösung da"

Harnik kam für Guido Burgstaller, der nach einem Jahr Pause ins ÖFB-Team zurückkehrte. "Ich bin froh, dass ich wieder dabei bin, aber das Wichtigste war, dass die Mannschaft gewonnen hat", meinte der Kärntner.

Für den zuletzt bei Schalke treffsicheren Burgstaller sprang Marcel Sabitzer in die Bresche, indem er das 1:0 erzielte. "Die Moldauer wollten gar nichts fürs Spiel tun. Wir haben probiert, probiert, probiert, und irgendwann war die Erlösung da", erzählte der Leipzig-Legionär.

Der Systemfrage wollte Sabitzer gar nicht viel Bedeutung schenken. "Der Trainer gibt uns etwas vor, und wir versuchen, es umzusetzen", erklärte der 23-Jährige, dessen fünfter Nationalteam-Treffer eine 282 Spielminuten währende Torflaute der ÖFB-Auswahl beendete.