Sport | Fußball
26.06.2018

Strafe gegen Rapid nach Derby-Skandal im Februar reduziert

Rapid verfolgte den Instanzenweg bis zum Ständigen Neutralen Schiedsgericht - mit Erfolg.

Die von der österreichischen Bundesliga gegen Rapid Wien verhängte Strafe wegen der Ausschreitungen im Wiener Derby am 4. Februar wurde vom Ständigen Neutralen Schiedsgericht reduziert. Das teilte die Bundesliga am Dienstagabend mit.

Demnach wurde die verhängte Geldstrafe von ursprünglich 100.000 Euro auf 53.000 Euro reduziert. Zudem wurden die Bedingungen für die auf Bewährung verhängte Sektorsperre abgeändert. Für die auf ein Jahr ausgesetzte Bewährung werden nach dem Entscheid des Schiedsgerichts nur noch Heimspiele berücksichtigt - Ausschreitungen bei Auswärtsspielen werden anders als im ursprünglichen Urteil nicht mehr berücksichtigt.

Die Aussendung im Volltext

Der SK Rapid Wien hat beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht Klage wegen dem vom Senat 1 verhängten und vom Protestkomitee bestätigten Beschluss im Zusammenhang mit den Vorfällen beim Wiener Derby vom 04.02.2018 eingebracht. Das Ständige Neutrale Schiedsgericht, ein Schiedsgericht im Sinne der §§ 577 ff österreichische Zivilprozessordnung (ZPO), hat unter Vorsitz von Univ. Prof. Dr. Raimund Bollenberger sowie MMag. Florian Dürauer (von der Bundesliga genannter Beisitzer) und Mag. Wolfgang Rebernig (vom SK Rapid Wien genannter Beisitzer), die Sanktionen gegen den Klub folgendermaßen abgeändert:

- Die Geldstrafe wurde von 100.000 Euro auf 53.000 Euro reduziert.

- Die Bedingungen für den Widerruf der auf Bewährung ausgesprochenen Sektorensperre für ein Spiel wurden abgeändert. Die bedingte Sperre der Sektoren 1-5, 8 sowie 13-20 für das darauffolgende Meisterschaftsheimspiel des SK Rapid Wien kann widerrufen werden, sofern in den kommenden 12 Monaten bei einem Heimspiel (zuvor: Heim- oder Auswärtsspiel) des SK Rapid Wien ähnliche und gleichgewichtige (vorher nur: ähnliche) Vorfälle passieren und zu einer rechtskräftigen Bestrafung führen.

Anmerkung: Zusätzlich wurde von den ersten beiden Instanzen die Sperre der o.a. Sektoren für ein Spiel unbedingt ausgesprochen. Diese wurde vom Schiedsgericht bestätigt. Die unbedingte Sektorensperre wurde bereits beim Meisterschaftsheimspiel des SK Rapid Wien gegen den SKN St. Pölten in der 29. Runde der Saison 2017/18 verbüßt.