Sport | Fußball
08.04.2018

Starker Aufsteiger LASK empfängt niedergeschlagenen Meister

Salzburg muss das bittere 2:4 bei Lazio verdauen - das Gastspiel bei den formstarken Linzern wird umso schwerer.

Kein leichter Gang steht am Sonntag (15.00 Uhr, live ORF eins) Fußball-Titelverteidiger Red Bull Salzburg bevor. Drei Tage nach dem 2:4 bei Lazio wartet in Pasching im Duell der besten Frühjahrsteams der Bundesliga der LASK auf die "Bullen". Gegen den formstarken Aufsteiger will Trainer Marco Rose mentale Stärke zurückgewinnen: "Wichtig ist, dass wir den Kopf und die Brust wieder aufrichten."

In den Stunden nach der Partie in Rom und vor dem Duell mit dem LASK betreten die erfolgsverwöhnten Salzburger emotionales Neuland. "Die Lehre ist, dass sich Niederlagen einfach nicht gut anfühlen", meinte Rose nach der ersten Pleite seit 35 Partien bzw. August 2017. "Niederlagen zu verarbeiten, ist schon Thema. In Linz haben wir die Möglichkeit, uns neue Überzeugung zu erarbeiten. Wir haben in letzter Zeit viel gewonnen und sind bejubelt worden. Deswegen ist es normal, dass wir auch ein wenig Kritik einstecken müssen."

Wieder einmal muss der viel zitierte "Schalter" umgelegt werden. "Wir wollen beim LASK mit einer energiegeladenen Leistung aufwarten", stellte Rose klar - wohl keine leichte Aufgabe."Sie sind mannschaftstaktisch sehr stark, sehr kompakt, aggressiv gegen den Ball, mit einer klaren Idee", so seine Kurzanalyse der Oberösterreicher. Diese haben neben dem derzeit verletzten Mergim Berisha mit Samuel Tetteh eine zweite Offensivwaffe mit Salzburger Leihstempel in ihren Reihen.

Vorbild Lazio

Sechs LASK-Siege in acht Frühjahrsspielen, die jüngsten drei davon in Folge, sind eine deutliche Warnung an die Gäste. Rose, der auch schon ans Europa-League-Heimrückspiel am Donnerstag denken muss, kündigte personelle Umstellungen an. "Klar, wir werden am Sonntag auch wieder frisches Personal bringen", meinte der Deutsche. Allerdings ist der Einsatz der schon in Rom fehlenden Reinhold Yabo und Hwang Hee-chan nach Erkrankung fraglich.

Beim LASK wittert man jedenfalls gewisse Chancen. "Wir trauen uns zu sagen, dass wir Mittel und Wege haben, es Salzburg schwer zu machen, zu Torchancen zu kommen und sie in Bedrängnis zu bringen", sagte Trainer Oliver Glasner, einst "Co." von Roger Schmidt bei den "Bullen". Das Vorbild in puncto Umsetzung heißt aktuell Lazio. "Wir werden aus sehr kompakter Defensive agieren und versuchen, Konter bestmöglich, so wie es Lazio gemacht hat, auszuspielen. Wir trauen uns das zu."

Zwei Punkte vor ihrem ersten Verfolger Admira liegen die Linzer derzeit auf Rang vier, der zu einem Europacupstartplatz berechtigt. Die Saisonbilanz gegen die Salzburger ist durchaus respektabel. "Zwei Remis auswärts, daheim eine Niederlage, wo wir das Spiel lange offen gehalten haben. Wir wollen versuchen, einen Sieg zu feiern, aber wissen, dass wir einen Sahnetag brauchen werden. Den trauen wir uns zu."