Spanien stellt sich die Stürmer-Frage

Fernando Torres schießt den Ball, während Giorgio Chiellini zusieht.
Beginnt der Titelverteidiger auch gegen Irland ohne echten Stürmer? Mit Torres? Oder Negredo?

Die Rollen sind klar verteilt: Spanien ist der Favorit, die Iren laufen ab 20.45 Uhr als der große Außenseiter ins zweite Gruppenspiel.

Der irische Teamchef Giovanni Trapattoni will die Iberer mit massivem Abwehrbeton stoppen. "Geduld wird der Schlüssel zum Sieg sein, aber wir werden nichts an unserer Spielweise ändern", meinte Sergio Busquets, Spaniens Defensivmann im Mittelfeld. "Wir werden über den Ballbesitz versuchen, das Match zu kontrollieren. Ein schnelles Tor wäre natürlich ein enormer Vorteil für uns."

Trapattoni macht aus seinen Absichten kein Geheimnis: "In Italien ist es Mode, defensiv zu spielen. Auch ich bin ein Coach, der auf Defensive setzt. Spanien ist Weltmeister und hat fast nur Spieler von Real Madrid und Barcelona in der Startelf, ihnen fehlt nur Messi." Als Hoffnung sieht der Altmeister das Champions-League-Finale: "Chelsea hat die Bayern mit nur einem einzigen Eckball geschlagen." Davor hatten die Londoner Barcelona ausgeschaltet.

Fall Fàbregas

In Spanien wird lieber darüber diskutiert, ob Weltmeister-Coach Vicente del Bosque diesmal einen echten Stürmer aufstellt. Oder probiert er es erneut mit dem gelernten Mittelfeldspieler Cesc Fàbregas in der Startelf? "Jeder glaubt, dass er sich im Fußball auskennt, aber ich muss die Entscheidungen treffen, und ich denke, diese war richtig", antwortet Del Bosque den Kritikern.

Englands Stürmer-Idol Gary Lineker twitterte gar, dass Torres mit seinen Auftritten die Zukunft der Mittelstürmer retten müsse. Gegen Irland könnte aber auch ein echter Stürmer spielen, der nicht Torres heißt: Sevillas Torjäger Alvaro Negredo ist ein Thema.

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