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17.04.2018

Spätes Frühlingserwachen für „Sommerspieler“ Schobesberger

© Bild: DIENER / Eva Manhart

Philipp Schobesberger wurde für Rapid erneut zum Derby-Helden und erklärt, welchen Anteil daran die Sonne hat.

Da war sie wieder, die Zunge. Immer, wenn der „Schlecker“ von Philipp Schobesberger bei seinen Antritten sichtbar wird, geht’s dem Rapid-Flitzer gut.

Beim 326. Wiener Derby ist es Schobesberger richtig gut gegangen. Erstmals 2018, nach einem hartnäckigen Formtief. „Natürlich hab’ ich überlegt, woran es liegen kann. Aber gezweifelt hab’ ich nicht an mir. Ein Kreativspieler kann nicht das ganze Jahr auf einem Niveau spielen“, erzählt der 24-Jährige, der beim 4:0 überraschend als Mittelstürmer aufgeboten worden war und damit die Austria vor große Probleme stellte. Auf den Assist zum 2:0 folgte der Sprint zum entscheidenden 3:0.

Der Oberösterreicher erinnert an eine Spezies, die früher „Badkicker“ genannt wurde: „Ich bin ein Sommerspieler. Wenn die Sonne scheint, bin ich gut drauf, das wirkt sich positiv auf meine Leistungen aus.“

Beim kältesten Spiel seit Ewigkeiten, dem Cup-Achtelfinale gegen Ried (2:1) bei minus zwölf Grad, lieferte Schobesberger eine inferiore Leistung ab. Tatsächlich erklärte er danach, dass er sich schwer tue, bei großer Kälte den für seinen Spielstil nötigen Schwung aufzunehmen.

Spiel des Jahres

Bereits morgen wartet für Rapid das vorläufige Spiel des Jahres: Es wird angenehm warm sein beim Cup-Halbfinale in Graz gegen Sturm (20.30 Uhr, ORFeins live). Schobesberger freut sich und meint: „Ob ich am Flügel spiele oder ganz vorne, ist gleich, das entscheidet der Trainer.“

Klar ist, dass die Wiener unbedingt wieder ins Cup-Finale kommen wollen, um damit das erste Saisonziel zu erreichen. Die „Woche der Wahrheit“ endet am Sonntag gegen die Admira.

Und der Erzrivale wird nach der Derby-Schmach hoffen, dass die Siegesserie von Rapid weitergeht. Denn die Südstädter sind für die Austria der letzte Konkurrent in Reichweite für Platz fünf und einen möglichen Europacup-Platz.