Souveränes 3:0 von Rapid gegen Sturm

Ein Fußballspieler in Grün springt, um den Ball zu treten, während ein anderer Spieler in Weiß zuschaut.
Rapid schießt eine überforderte Sturm-Mannschaft ab und tankt Selbstvertrauen für die Europa League.

Rapid fährt mit einem überzeugenden Sieg zum Europacup-Spiel am Donnerstag. Eine Erkenntnis des Abends. Eine andere ist, dass PAOK Saloniki die Grün-Weißen zum Tore schießen nicht so einladen wird, wie es Sturm am Samstag getan hat.

16.400 Fans sorgten von Beginn an für einen hohen Geräuschpegel im Hanappi-Stadion, dennoch hat Christian Gratzei nach einer Viertelstunde geschlafen: Guido Burgstaller tankte sich auf der Seite durch, zog am 22-jährigen Debütanten Philipp Hütter vorbei und bezwang den Sturm-Goalie im kurzen Eck. Gratzei hob das Bein im falschen Moment und machte beim Gegentor (nicht zum letzten Mal) schlechte Figur.

Wenn es einen munteren Schlagabtausch gibt, dann sah man so einen im Hanappi-Stadion: Rapid dominierte zwar, Sturm versuchte mit vier gelernten Stürmern im 4-2-3-1-System ebenfalls anzugreifen – tat dies aber unbeholfener als die Gastgeber.

Besonders Burgstaller lief wie aufgezogen. Der Teamspieler rochierte auf der Flanke mit dem erst 17-jährigen Debütanten Louis Schaub. Der Sohn des ehemaligen Admira-Stürmers Fred Schaub war einer von vier Neuen gegenüber dem 2:0-Sieg in Salzburg und spielte, weil Drazan und Trimmel angeschlagen zuschauten. Grozurek kam wie in Salzburg als Joker.

Erst nach einer halben Stunde nahm Rapid das Tempo raus. Die erste und einzige Chance der Gäste vergab Sukuta-Pasu in der 40. Minute.

Unsicherheitsfaktor

Rapid-Feindbild Rubin Okotie blieb am Flügel wirkungslos und musste zur Pause gezeichnet von einer Kopfverletzung Schloffer Platz machen. Weiter spielen durften Gratzei, der einmal die Strafraumgrenze übersah und wegen eines Handspiels Gelb sah und Vujadinovic, ohnehin der personifizierte Unsicherheitsfaktor.

Der Innenverteidiger stand auch beim 2:0 schlecht, als ausgerechnet der schmächtige Hofmann mit einem Kopfball Deni Alar einsetzte. Der Stürmer traf mit einem Heber (57.).

Entscheidung

Rapid erkannte, dass Sturms Verteidigung langsam Auflösungserscheinungen zeigte. Ildiz startete ein sehenswertes Solo, ließ drei Sturm-Spieler ins Leere laufen und bediente Steffen Hofmann, der in der 70. Minute traf – 3:0. Gratzei hatte dieses Mal keine Chance.

Das Spiel war damit entschieden. Sturm war nicht in der Lage, sich zu befreien, im Mittelfeld fehlte ein Lenker. Einen, den Rapid in Hofmann hatte, der blendend aufgelegte Regisseur konnte bereits nach 70 Minuten für die Partie in Saloniki geschont werden.

Schöttel hätte sich wohl auch selbst ins Spiel bringen können, die Grazer, bei denen am Ende Offensivkraft Bukva verteidigte, waren harmlos oder bei Ex-Sturm-Verteidiger Sonnleitner abgemeldet: Rapid hat im ersten Liga-Heimspiel nach der 0:3-Derby-Pleite das Ergebnis umgedreht.

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