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06.05.2018

Sonntag-Hit: Salzburg hat gegen Sturm den ersten Meisterball

Ein Punkt im direkten Duell mit dem Tabellen-Zweiten aus Graz reicht dem Serienmeister zum neuerlichen Titelgewinn.

Viel Zeit zum Trübsal blasen hatten die Salzburger nach dem unglücklichen Ausscheiden im Europa-League-Semifinale gegen Olympique Marseille nicht. Denn schon am heutigen Sonntag steht die nächste wichtige Partie auf dem Programm, gastiert doch mit Sturm die einzige Mannschaft in der Red-Bull-Arena (16.30 Uhr, live ORFeins, Sky), die dem Serienmeister die Meisterschaft noch streitig machen könnte.

Elf Punkte beträgt der Vorsprung auf die Grazer vier Runden vor Saisonschluss, den Salzburgern reicht also schon ein Remis, dann wäre der fünfte Meistertitel in Folge und damit eine Premiere in der österreichischen Meisterschafts-Geschichte fix.

„Es ist die Konstellation Erster gegen Zweiter, da ist schon viel gesagt“, meinte Salzburg-Coach Marco Rose, der mit seiner Mannschaft am Mittwoch im Cupfinale in Klagenfurt gleich noch einmal auf die Steirer trifft.

„Für uns geht es darum, dass wir gut regenerieren und zu Kräften kommen, um eine frische, hungrige Mannschaft zusammenzubringen“, meinte Rose vor dem bereits 58. Pflichtspiel in dieser Saison: „Das ist schon eine sehr, sehr hohe Belastung. Deswegen kümmern wir uns vor allem einmal um uns.“

Ein Ausfall steht fest: Außenverteidiger Andreas Ulmer muss mit muskulären Problemen im Oberschenkel zuschauen. Innenverteidiger Andre Ramalho ist wegen einer Knieblessur fraglich. „Wir werden natürlich Veränderungen vornehmen“, kündigt der 41-jährige Deutsche an. Aber rotiert hat Rose ja auch in den letzten Wochen.

Geheime Sieger

Interessanter wird sein, was sein Gegenüber so kurz vor dem Cup-Finale macht. Denn selbst bei einem Sturm-Sieg in Salzburg würde der Rückstand immer noch acht Punkte betragen, dem Serienmeister weiter nur ein Punkt zur Titelfixierung fehlen.

„Für mich ist momentan nur das Spiel in Salzburg von Interesse“, betont jedenfalls Sturm-Trainer Heiko Vogel, obwohl die Grazer durch den Sieg von Rapid beim LASK dem zweiten Platz, der ja ein Antreten in der Champions-League-Qualifikation mit sich bringt, ohne zu spielen näher gekommen sind.

„Wir haben drei besonders wichtige Spiele vor uns“, sagt der Deutsche. Nach dem Salzburg-Doppel kommt am 12. Mai mit dem LASK ein Verfolger nach Graz.

Stephan Blumenschein