Sport | Fußball 28.04.2018

Sensationslauf des LASK soll auch in Altach weitergehen

© Bild: APA/DIETMAR STIPLOVSEK / DIETMAR STIPLOVSEK

Die Linzer spekulieren in Vorarlberg auf den siebenten Sieg in Folge - schauen aber nicht auf die Tabelle.

Die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Bundesliga hat noch nicht genug. Aufsteiger LASK will seinen sensationellen Lauf am Samstag (18.30 Uhr) beim SCR Altach mit Sieg Nummer sieben in Serie prolongieren. Damit wäre der Liga-Clubrekord der Linzer aus der Saison 1984/85 egalisiert. Schon ein Punkt reicht, damit ihnen der Europacup-Startplatz auch theoretisch nicht mehr zu nehmen ist.

Bei der aktuellen Form der Oberösterreicher muss allerdings vor dem Spiel der 32. Runde ohnehin kein Blick mehr nach hinten gerichtet werden. Vielmehr können die Athletiker mit Selbstvertrauen nach vorne schauen. Rang drei und Rapid sind nur einen Zähler entfernt, Sturm Graz und der Vizemeistertitel auch nur noch sechs Zähler. LASK-Erfolgscoach Oliver Glasner will von alldem aber nichts wissen: "Ab 27. Mai werden wir schauen, was rausgekommen ist und dann werden wir uns auch freuen. Bis dorthin beschäftigen wir uns mit solchen Themen nicht."

Offensive Glanzlichter

Von Abheben ist weiterhin keine Spur. "Die Spieler sind sehr bodenständig", betonte Glasner. Die Stimmung ist klarerweise bestens. "Es ist gerade ein sehr angenehmes Arbeiten", so der 43-Jährige. Er hofft darauf, dass sich das auch in den nächsten Wochen nicht ändert. "Es geht in alle Richtungen sehr schnell. Wir wollen die aktuelle Phase, in der wir sehr gut und erfolgreich spielen, einfach solange es geht mitnehmen", verlautbarte der LASK-Coach.

Der Sieg gegen die Austria war das dritte 1:0 in den jüngsten vier Runden, bei den vergangenen sechs Siegen gab es nur zwei Gegentore. "Wir sind defensiv sehr stabil, es ist schwer sich gegen uns Chancen herauszuarbeiten", lobte Glasner seine Abwehr. Auf der anderen Seite des Platzes sorgen Thomas Goiginger, Samuel Tetteh und Joao Victor immer wieder für Glanzlichter. "Sie sind in jedem Spiel für Tore gut", so Glasner.

In Altach hat der LASK in fünf Anläufen noch nie verloren, in elf Aufeinandertreffen in der Bundesliga gab es im direkten Duell erst eine Niederlage. "Wir müssen uns aber immer wieder neu beweisen", rechnete Glasner nicht mit einem Selbstläufer. Am 4. November entführte sein Team mit einem 4:2 alle drei Punkte aus der Cashpoint-Arena. Diesmal nicht dabei sein wird Philipp Wiesinger, der im Training wohl eine Syndesmosebandverletzung erlitt.

Comeback für Lukse

Bei den Altachern gibt Andreas Lukse wegen der Wadenverletzung von Martin Kobras sein Startelf-Comeback im Tor. "Wir haben in Österreich auf der Position des Torwarts eine zu beneidende Situation", sagte Coach Klaus Schmidt. Seine Elf liegt mit 34 Punkten auf Rang acht. Dort einzementiert sieht er sie noch nicht. "Wir spielen von den letzten fünf Spielen noch dreimal zu Hause, da wollen wir gewinnen", hofft der 50-Jährige noch auf eine Rangverbesserung, die auch seine Karten im Kampf um einen Verbleib verbessern würde. Der SV Mattersburg und die Wiener Austria sind fünf Punkte entfernt.

Den LASK bezeichnete Schmidt als "klaren" Favoriten. Aufgrund der sechs Siege mit derselben Aufstellung erwartete er beim Gegner keine Überraschungen. "Man weiß, worauf man sich einstellen muss, auf Zweikampfstärke, Laufbereitschaft, Aggressivität. Und es ist ein Gegner, der durchaus sehr ruhig spielen und auf seine Chancen warten kann", analysierte Altachs Trainer.

Der Achte hat vier der letzten fünf Spiele verloren, zuletzt mit 1:3 bei Tabellenführer Salzburg. In der Rückrunde gab es erst zwei Erfolge. Für die Linzer schaut es da ganz anders aus. Sie halten als Vierter bereits bei 54 Punkten und sind nahe dran an ihrem Clubrekord in der Bundesliga (57 in Saison 1998/99). Auf den Aufsteigerrekord von Altach aus der Saison 2014/15 (59) fehlt auch nicht mehr viel.

( Agenturen ) Erstellt am 28.04.2018