Sport | Fußball 19.04.2018

Schweiz: Teamgoalie Lindner in akuter Abstiegsgefahr

Heinz Lindner hat alle Hände voll zu tun, um mit den Grasshoppers dem Abstieg zu entrinnen. © Bild: APA/HANS PUNZ

Die österreichische Nummer eins liegt mit Grasshoppers nur mehr einen Punkt vor dem letzten Rang.

Für Heinz Lindner und Marko Djuricin wird die Situation bei Grasshopper Zürich zusehends ungemütlicher. Eigentlich wollte der Schweizer Rekordmeister in dieser Saison mit den beiden Österreichern um die Europacupplätze mitmischen, jetzt findet sich der Traditionsverein plötzlich mitten im Abstiegskampf wieder.

Nach der 0:1-Niederlage beim amtierenden Meister FC Basel liegen die Grasshoppers nur mehr an achter Stelle, gerade mal ein Pünktchen trennt die Zürcher von Schlusslicht FC Lausanne.

Dass die Formkurve steil nach unten zeigt, belegt die Statistik: In den letzten sieben Partien holte Grasshopper Zürich nur zwei Zähler und wurde in der Tabelle durchgereicht. Auch ein Trainerwechsel – Mathias Walther ersetzte Murat Yakin – hatte nicht den gewünschten Effekt.

Matchwinner Janko

Ein anderer österreichischer Schweiz-Legionär durfte am Mittwoch hingegen jubeln. Marc Janko erzielte für Lugano das entscheidende Tor beim 1:0 gegen den FC Sion und verschaffte dem Team aus dem Tessin im Abstiegskampf wieder ein wenig Luft. Lugano liegt vier Punkte vor Grasshopper, dem kommenden Gegner.

Derweil hielt die Erfolgsserie von Young Boys Bern an. Das Team von Adi Hütter ließ im Derby gegen Thun (2:2) zwar Punkte liegen, eilt aber weiter mit Riesenschritten dem ersten Meistertitel seit 32 Jahren entgegen. Der Vorsprung auf Verfolger FC Basel beträgt komfortable elf Punkte – und es sind nur mehr sechs Runden ausständig.

Die Young Boys haben sogar die Chance auf das historische Double. Adi Hütter steht mit den Bernern auch im Schweizer Cupfinale. Zuletzt hatte der Traditionsverein aus der Hauptstadt im Jahr 1958 Meisterschaft und Cup gewonnen. „Wir haben alles in der eigenen Hand und schauen jetzt nicht mehr nach links und nach rechts“, gibt der Vorarlberger die Marschrichtung vor.

( kurier.at ) Erstellt am 19.04.2018