ARCHIV - Der neue Sport-Vorstand des FC Bayern München, Matthias Sammer, steht am 03.07.2012 auf dem Podium nach einer Pressekonferenz anlässlich seiner Präsention in München (Oberbayern). ..Für die erfolgreiche Jagd auf den BVB habe sich die Bayer mit dem ehemaligen DFB-Sportdirektor prominent verstärkt. Foto: Marc Müller dpa (zu dpa-Themenpaket Bundesliga vom 08.08.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++

© dpa/Marc Müller

Deutschland
08/18/2013

Sammer beginnt eine Fehde mit Spanien

Der Bayern-Sportvorstand ärgert sich über den Fitnesszustand der Teamspieler.

von Stephan Blumenschein

Matthias Sammer nimmt sich nie ein Blatt vor den Mund und lässt gerne in der Öffentlichkeit Dampf ab. Am Samstag war es wieder einmal so weit: Der Bayern-Sportvorstand hat verbal um sich geschlagen. Adressat der Kritik: der spanische Fußballverband.

Der Welt- und Europameister hätte die beiden Bayern-Legionäre Javi Martínez und Thiago nach der einwöchigen Länderspielpause in einem äußerst schlechten Zustand zurück nach Deutschland geschickt.

Javi kam in einem Zustand zurück, da habe ich für den spanischen Verband überhaupt kein Verständnis“, äußerte Sammer und sprach von einer „Zumutung“ und einer „Unverschämtheit“. Der Fitnesszustand beider Profis habe stark zu wünschen übrig gelassen, so Sammer. Trainer Pep Guardiola hatte Martínez kurzfristig aus dem Aufgebot für das Spiel bei Eintracht Frankfurt gestrichen und Millionen-Neueinkauf Thiago beim glücklichen 1:0-Erfolg erst spät eingewechselt.

Spanien hatte unter der Woche ein Testspiel in Ecuador mit 2:0 gewonnen. „Vielleicht hätten wir Thiago noch über Sydney oder Melbourne schicken müssen“, fügte Sammer süffisant an. „Ich bin ja schon froh, wenn die Spieler überhaupt zurückkommen. Die Kommunikation mit dem Verband ist katastrophal. Die Einladungen kommen sauspät, und wir erfahren auch spät, wann die Spieler zurückkommen. So geht man nicht miteinander um.“

Weckruf

Andere Probleme gibt es in Hamburg: Beim HSV liegen schon nach zwei Bundesliga-Runden wieder die Nerven blank. Nach der 1:5-Heimpleite gegen Hoffenheim ging Sportdirektor Oliver Kreuzer in die Offensive: „Man könnte erwarten, dass gerade die erfahrenen Spieler die Dinge in die Hand nehmen“, sagte der Ex-Salzburg- und Ex-Sturm-Manager.

Dazu seien die Nationalspieler aber nicht in der Lage gewesen. „Der Marcell Jansen in Schalke und der Marcell Jansen gestern. Da frage ich mich: Was ist da passiert?“, fragte Kreuzer. Mit solch unerklärlichen Leistungsunterschieden gerate das erklärte Ziel Europa League in Gefahr. „Dann haben wir da oben nichts verloren“, betonte er. Zum Saisonstart hatte der HSV 3:3 gegen Schalke gespielt.

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