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Sport Fußball
12/05/2011

Salzburgs abnorme Verletztenmisere

Während Vizemeister Salzburg weiter Personalsorgen hat, kann Herausforderer Austria praktisch die stärkste Elf aufbieten.

Franz Schiemer und Leonardo haben Knieschmerzen. Die beiden Salzburger sind deshalb für den Sonntagsschlager bei der Austria (16 Uhr, live ORFeins und Sky Austria) fraglich.

Trainer Ricardo Moniz hat sich schon daran gewöhnt, dass er einen Tag vor dem Spiel noch nicht weiß, welche elf Spieler er aufstellen kann. Seine stärkste Elf konnte er noch nie in dieser Saison aufbieten. 20 Salzburger-Spieler standen in dieser Saison zumindest für ein Liga-Spiel nicht zur Verfügung. Einige waren gesperrt, der Großteil allerdings verletzt.

Überkapazitäten

"Normal ist das nicht", sagt Moniz, der auf der Suche nach den Gründen für die Verletztenmisere allerdings nicht verallgemeinern will: "Man muss jeden Fall einzeln beurteilen. Ich denke, es ist eine Kombination von zu hart spielen und zu wenig Überkapazität. Warum ist Arjen Robben dauernd verletzt? Weil er zu wenig Kapazität hat. Du musst für 100 Prozent Kraft haben, um 90 Minuten durchzuhalten."

Moniz glaubt, die Problemlösung zu kennen: "Die Trainingsintensität muss viel höher werden. Die Spieler lernen nicht mehr auf der Straße, auf einem unebenen Untergrund Fußball zu spielen", meint der 47-Jährige und stellt klar: "Das müssen wir aufholen. Das ist für mich der Hauptgrund und nicht das höhere Tempo."

Fit mach mit

Personalsorgen in diesem Ausmaß kennt sein Gegenüber Karl Daxbacher in dieser Saison nicht. Er muss vor dem Hit lediglich einmal mehr um Tomas Jun bangen, der auch zuletzt in Malmö passen musste. Der Oberschenkel zwickt immer wieder - eine von vielen Folgeerscheinungen eines Kreuzbandrisses vor geraumer Zeit.

Daxbacher kann sich nicht erklären, warum sein Kader von groben Verletzungen verschont geblieben ist. "Gegen Schläge oder Bänderverletzungen kann man oft nichts machen, da braucht man einfach Glück. Muskelverletzungen stammen oft von Überbeanspruchung."

Alexander Grünwald, der zu Saisonbeginn eine Knöchelblessur erlitt, sieht den Schlüssel der Fitness in der Dosierung des Trainings. Zlatko Junuzovic pflichtet ihm bei: "Wir haben den Rhythmus heraußen. Viele Spiele und gezieltes Training." Und er dankt der medizinischen Abteilung: "Weil sie sich genauso reinhauen wie wir. Sie warten nicht, bis wir mit Wehwehchen kommen, sondern fragen von selbst nach."

Daher werden die Austria-Verantwortlichen Tomas Jun vor dem Spiel wieder Fragen stellen. Daxbacher sagt: "Er ist unsicher. Eine neuerliche Verletzung wäre ein Rückfall."

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