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Meisterlich
11/04/2012

Salzburger Grüße nach Wien

Mit dem 5:0 gegen Admira zeigte der Meister, dass der Weg zum Titel auch in dieser Saison nur über ihn führt.

Meister Red Bull Salzburg hat ein deutliches Zeichen nach Wien gesandt. Der Weg zum Titel wird auch in der laufenden Bundesliga-Saison nur über den Titelverteidiger führen. Das haben die Salzburger am Samstag mit einer 5:0-Gala gegen die Admira eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Während Rapid mit einem 1:2 bei Sturm Graz patzte, musste die Austria am Sonntagnachmittag zu Hause gegen Ried bestehen.

Die Salzburg-Kicker durften sich da bereits über einen freien Tag freuen - den ersten überhaupt, den ihnen Roger Schmidt in seiner Trainer-Ära nach einem Spiel gegönnt hatte. Es war der verdiente Lohn für die bisher souveränste Saisonleistung. "So gut haben wir das über 90 Minuten bisher noch nicht gespielt", versicherte Schmidt. "Diesmal wäre es für alle Mannschaften gegen uns schwer geworden."

In den nächsten Wochen geht es für Salzburg gegen die Abstiegskandidaten Wr. Neustadt und Wacker Innsbruck. Nach dem 0:2 im Schlager bei Rapid wollen die Salzburger eine neue Siegesserie starten. "Es war sehr wichtig, nach dem verlorenen Spiel bei Rapid auch in der Meisterschaft sofort wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren", erklärte Schmidt. "Das hat die Mannschaft hervorragend gemacht."

Schmidt lobte nicht nur den Spielaufbau, sondern auch das schnelle Umschalten nach Ballverlust. "Alle Spieler waren bereit, gegen den Ball zu arbeiten. So will ich das haben", betonte der Deutsche. Besonders freute er sich über den Doppelpack von Christoph Leitgeb, der bisher nicht gerade als torgefährlichster Mittelfeldspieler der Liga gegolten hatte. "Offensichtlich ist er auf den Geschmack gekommen", schmunzelte Schmidt.

Auch Mittelstürmer Jonathan Soriano will der Chefcoach nicht nur an seinen Toren messen - obwohl er in dieser Saison bereits deren elf auf dem Konto hat. "Er hat auch schon einige Großchancen vergeben. Aber man muss auch sehen, was er für die Mannschaft leistet", erinnerte Schmidt. Soriano gehe weite Wege - und zumeist die richtigen.

Alarmglocken

"Auch Sadio und ich haben noch viel Luft nach oben", ergänzte Kevin Kampl über die zuletzt hochgelobte Flügelzange mit Sadio Mane. Das Duo hat sich in zwei Monaten in Salzburg prächtig eingelebt. Das musste auch Admira-Trainer Dietmar Kühbauer desillusioniert zur Kenntnis nehmen. "Salzburg hat sehr, sehr gute Einzelspieler, die nicht einmal an ihr Limit gehen mussten", meinte der Ex-Internationale.

Nach drei Niederlagen in Serie mit in Summe 13 Gegentoren läuten bei den Niederösterreichern die Alarmglocken. "Mit einem schlechten Tag hat das nichts zu tun gehabt. Es muss etwas geschehen", sagte Kühbauer. "Diese Woche wird härter trainiert, obwohl ich normal kein Freund solcher Maßnahmen bin."

"Saustark"

Für Rapid bleibt für ein verschärftes Programm keine Zeit. Bereits am Donnerstag geht es in der Europa League in Leverkusen weiter. Nach drei Gruppenspielen ist Österreichs einziger verbliebener Europacup-Vertreter dort noch punktelos, hat zudem von den vergangenen sieben Pflichtspielen nur zwei gewonnen.

Von neuem Elan war dadurch ohne Kapitän Steffen Hofmann in Graz aber wenig zu sehen. "In der ersten Hälfte waren wir sehr mutlos. Alles in allem haben wir zu schlecht Fußball gespielt", gestand Trainer Peter Schöttel. Bis zur 60. Minute dominierte Sturm die Partie. "Die erste Hälfte war saustark, hervorragend, dass war eine der besten, komplettesten Spielhälften, die wir gespielt haben, seit ich da bin", lobte der seit Mai im Amt befindliche Sturm-Coach Peter Hyballa.

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