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Sport Fußball
10/01/2012

Salzburger Arbeitssieg gegen Sturm

Der Meister liegt nach dem knappen Erfolg gegen Sturm nur noch einen Punkt hinter Rapid und der Austria.

von Stephan Blumenschein

Es bleibt dabei: Sturm kann in der Red-Bull-Arena nicht gewinnen. Im 19. Versuch setzte es im Salzburger EM-Stadion die 16. Niederlage – dank eines späten Treffers von Salzburgs Bestem, des Doppel-Torschützen Sadio Mané.

Zehn Minuten benötigten die Salzburger, um sich in der eigenen Unordnung zurechtzufinden. Denn in der Offensive gibt es keine fixen Plätze. Berisha, Kampl, Mané, Soriano und Leitgeb halten ihre Positionen nicht, sondern sind praktisch überall, aber auch manches Mal nirgends in der gegnerischen Hälfte zu finden.

In der Salzburger Findungsphase hätte es gut und gerne 0:1 stehen können. Doch Sturm-Stürmer Okotie, der mit einer Furcht einflößenden schwarzen Maske spielte, ließ eine gute Chance ungenützt (2.).

Druckphase

Nach der ersten gefährlichen Aktion – Soriano schoss daneben (10.) – war wieder zu sehen, wie Salzburg künftig erfolgreich sein soll: mit vertikalen Pässen, die dafür sorgen, dass die Weiten eines Fußballfeldes möglichst schnell überbrückt werden können. Doch bald war es wieder zu sehen, das größte Manko von Salzburg neu: die Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Soriano hätte seine zweite Chance einfach nützen müssen, der Spanier war alleine vor Sturm-Keeper Gratzei gestanden (14.). Und auch Kampl hätte kurz danach zumindest das Sturm-Tor treffen müssen.

Die Grazer überstanden die Salzburger Sturmzeit schadlos. Und wurden selbst durch Hölzl gefährlich (32.). Drei Minuten später wurden die Salzburger für ihre Ineffizienz bestraft: Okotie durfte nach einem Ulmer-Fehler aus kurzer Distanz ins leere Tor köpfeln (35.). Sturm brachte die Führung aber nicht in die Pause: Soriano verwirrte mit einem Übersteiger die Abwehr, Mané legte kurz ab, Berisha schoss ein – 1:1 (43.). Und Salzburg hatte noch nicht genug: Mané schloss eine herrliche Einzelaktion mit einem Gurkerl für Grat­zei ab – 2:1 (45.+1).

Bei Salzburg musste der umtriebige Berisha zur Pause angeschlagen in der Kabine bleiben, für ihn kam sein norwegischer Landsmann Nielsen. Bei Sturm wurde Florian Kainz für Szabics eingewechselt.

Langeweile

Die Veränderungen taten dem 45 Minuten intensiv geführten Spiel gar nicht gut, die Partie war plötzlich ein zähe Angelegenheit. Der erste Torschuss ging gleich ins Tor: Florian Kainz konnte aus 20 Metern zum 2:2 einschießen, weil Leitgeb sich wegdrehte, anstatt sich dem Schuss entgegenzuwerfen (65.).

Salzburg konnte im Gegensatz zur ersten Hälfte nicht noch einmal zusetzen. Und gewann trotzdem – dank einer Standardsituation: Mané war nach einem Ulmer-Freistoß per Kopf erfolgreich – 3:2 (89.).

"Wir waren nicht bis zum Abpfiff konzentriert genug, um in Salzburg bestehen zu können", sagte Sturm-Torschütze Florian Kainz nach dem Spiel. Salzburg-Trainer Roger Schmidt war die Erleichterung nach dem ersten Erfolg nach drei sieglosen Heimspielen in Serie anzumerken: "Wir haben über die 90 Minuten gegen einen starken Gegner mehr für das Spiel gemacht."

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