Sport | Fußball
23.07.2018

Salzburg zeigte vor erster Champions-League-Hürde Respekt

Österreichs Meister bekommt es in der Champions-League-Qualifikation mit Shkendija oder Tiraspol zu tun.

Es hätte schlimmer kommen können: Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat für den ersten internationalen Auftritt der Saison eine lösbare Aufgabe bekommen. In der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League trifft Salzburg entweder auf KF Shkendija Tetovo oder Sheriff Tiraspol, den Meister von Mazedonien oder der Republik Moldau.

Das Hinspiel geht am 7. oder 8. August in Salzburg, das Rückspiel am 14. August auswärts über die Bühne. Dass es sich um eine lösbare Aufgabe handelt, sahen auch die Vereinsverantwortlichen in einer ersten Reaktion so. "Ob es ein gutes Los ist, weiß man immer erst hinterher. Aber von der Papierform her hätte es schwierigere Lose gegeben. Dennoch muss man jedes Spiel erst spielen, im Fußball kann immer viel passieren", sagte Sportdirektor Christoph Freund.

Trainer Marco Rose sagte: "Wir haben das Los so aufgenommen, wie wir jedes andere auch aufgenommen hätten. Wir fangen jetzt an, uns intensiver mit den Gegnern zu beschäftigen und werden beide Duelle natürlich genau analysieren." Besonders vor dem 16-fachen Meister aus Moldau, Sheriff Tiraspol, zeigten Trainer und Sportdirektor Respekt. Dieser sei "in Europa kein Unbekannter", meinte Rose.

In der vergangenen Saison stand Tiraspol in der Gruppenphase der Europa League und scheiterte in einer Gruppe mit Lokomotive Moskau und dem FC Kopenhagen nur knapp am Aufstieg. Das einzige Duell mit einem österreichischen Verein gab es 2002 mit dem GAK in der Champions-League-Qualifikation. Die Grazer behielten damals klar mit 4:1 auswärts und 2:0 zu Hause die Oberhand.

In der aktuellen Saison setzte sich Tiraspol in der ersten Runde gegen den georgischen Meister Torpedo Kutaisi mit 1:2 und 3:0 durch. "Wir wissen über die Gegner nicht so viel. Die Länder im Osten haben in den letzten Jahren aufgeholt. Tiraspol hat vergangene Saison Legia Warschau ausgeschaltet. Die können schon Fußball spielen und haben sicher eine gute Mannschaft", meinte Freund.

Tiraspol ist zwar Favorit im Zweitrunden-Duell mit Shkendija, unterschätzen wollen die Salzburger den mazedonischen Meister aber ebenfalls nicht. "Beide Teams sind Meister in ihren Ländern. Ich denke schon, dass dort Qualität da ist, und dass wir da gute Leistungen brauchen werden. Wir werden alles raushauen, was wir am Schläger haben", sagte Rose.

Shkendija feierte in der vergangenen Saison in Mazedonien das Double und den zweiten Meistertitel nach 2011. In der ersten Qualifikationsrunde setzte sich Tetovo gegen den walisischen Meister The New Saints nach einem 5:0-Heimsieg trotz einer 0:4-Auswärtsniederlage noch durch.

Rose wollte die Tatsache, dass es für den österreichischen Meister bereits der elfte Anlauf auf die Gruppenphase der Champions League ist, nicht überbewerten. "Wir gehen das Thema wieder an, wie immer, wie jedes Jahr. Wir wollen es, die anderen wollen es auch. Es ist eine neue Chance für uns", erklärte der Deutsche.