Sport | Fußball
11.08.2018

Salzburg zeigt die Grenzen der neuen Austria auf

Der Meister tat sich mit den Wienern nur 38 Minuten schwer - Daka und Dabbur sorgten für einen verdienten Sieg.

Drei Spiele, drei Siege, 7:1 Tore: Den Saisonstart von Meister Salzburg kann man nach dem 2:0 im ersten Bundesliga-Hit gegen die Austria als gelungen bezeichnen. Die neu formierte Mannschaft der Wiener kann da nicht mithalten, einem Sieg stehen nun schon zwei Niederlagen gegenüber.

Salzburg-Trainer Marco Rose hatte zwischen den Champions-League-Qualifikationsspielen gegen Shkëndija auf eine Extrem-Rotation verzichtet. Die Startelf wurde an drei Positionen verändert: Haidara, Minamino und Daka begannen statt Schlager, Wolf und Yabo. Bei der Austria feierte Neuzugang Cuevas seine Premiere.

Der Linksverteidiger aus Chile fiel auch gleich auf: Mit einem gewagten Kopfball-Rückpass prüfte er Austria-Keeper Pentz, einer von fünf Spielern in der Startelf der Wiener mit Red-Bull-Vergangenheit.

Häme für Junuzovic

Es entwickelte sich eine flotte Partie bei idealem Fußballwetter. Auch in Salzburg hatte die unerträgliche Hitze eine Sommerpause eingelegt. Die Wiener versteckten sich keineswegs, störten den Meister früh und kamen so zunächst nicht unter Druck.

Ein Klassespiel war es aber keines. Dafür gab es zu viele Unterbrechungen, zu viele Härteeinlagen und zu viele Fehlpässe. Beide Mannschaften neutralisierten sich mit ihren Mittelfeldrauten. Chancen blieben Mangelware vor 10.734 Zuschauern. Auch zum dritten Heimspiel der Salzburger in dieser Saison waren also mehr als 10.000 gekommen.

Unter den rund 400 mitgereisten Austria-Fans waren auch einige, die mit dem Transfer von Ex-Austria-Spieler Junuzovic von Bremen nach Salzburg nicht einverstanden war. Der Unmut wurde von einer „Gruppo Anti-Junuzovic“ per Spruchband gezeigt. Aus dem Salzburger Fansektor gab es umgehend demonstrativ Sprechchöre für den 30-Jährigen.

Perfekter Konter

Ein Freistoß von Grünwald auf Austria-Seite (4.) sowie eine Chance für Dabbur auf Salzburg-Seite (12.) blieben die einzigen nennenswerten Offensivaktionen – bis zur 38. Minute. In dieser enteilte Daka der hoch stehenden Austria-Defensive. Cuevas kam dem mit 19 Jahren jüngsten Salzburger nicht nach. Auch Keeper Pentz hatte gegen dessen Heber keine Chance – 1:0.

Nach dem Wechsel begann das Salzburger Werkl zu laufen. Die Austria wurde eine Viertelstunde unter extremen Druck gesetzt. Immer wieder gab es brenzlige Situationen im Strafraum der Wiene, die sich minutenlang nicht aus der Umklammerung befreien konnten.

Ex-Salzburg-Interimstrainer Letsch reagierte mit einem Doppeltausch auf die Unterlegenheit der Austria-Elf: Prokop und Monschein kamen für Demaku und Edomwonyi (65.). Eine Wende im Spiel gab es aber keine. Im Gegenteil: Dabbur stellte nach Junuzovic-Vorarbeit noch auf 2:0 (77.). Sein viertes Ligator war die endgültige Entscheidung.