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Sport Fußball
09/30/2012

Salzburg neu und die alte Serie

Sturm Graz konnte in der Red-Bull-Arena noch kein Spiel gewinnen. Dabei soll es auch im 19. Duell bleiben.

von Stephan Blumenschein

Es gibt Reisen, die sollte man gar nicht antreten. So eine ist für Sturm Graz die Fahrt nach Salzburg. Seit dort nicht mehr im mittlerweile abgerissenen Stadion im berüchtigten Bezirk Lehen, sondern in der Red-Bull-Arena in Wals-Siezenheim vor den Toren der Stadt gespielt wird, gab es für die Grazer nichts mehr in Salzburg zu gewinnen.

18 Duelle fanden im Salzburger EM-Stadion statt, 15 Spiele endeten mit einem Heimsieg, nur drei mit einem Unentschieden, darunter allerdings beide Spiele in der vergangenen Saison, wobei jenes im August 2011 die Grazer eigentlich hätten gewinnen müssen. Damals war fast die komplette Elf der Salzburger nach einem Europacup-Spiel bei Omonia Nikosia erkrankt. Trotzdem reichte es für Sturm nur zu einem 1:1.

Roger Schmidt interessiert das vor dem 19. Duell (Sonntag 16 Uhr, live ORFeins, Sky) alles nicht. Kein Wunder, Salzburgs neuer Trainer war ja auch bisher für kein Heimspiel gegen die Grazer verantwortlich. "Diese Bilanzen sind vielleicht ganz interessant für Außenstehende", erklärte der Deutsche. "Aber wenn der Schiedsrichter anpfeift, spielt das letztendlich überhaupt keine Rolle, wir gehen völlig unvorbelastet ins Spiel", sagt der Deutsche.

Schmidt hat übrigens auch eine Heimbilanz – und die ist für Salzburger Verhältnisse ziemlich schlecht: ein Sieg gegen Mattersburg (3:2), zwei Remis gegen Ried (1:1) und Wr. Neustadt (1:1) sowie eine Niederlage gegen Rapid (0:2).

Aufbruchstimmung

Das lustlose Auftreten gegen den Rekordmeister war letztlich der Grund dafür, warum die Salzburger in der letzten Transferwoche noch den Kader radikal umgebaut haben. Salzburg neu überzeugte in den letzten Spielen. Und es ist so etwas wie eine Aufbruchstimmung in der Red-Bull-Familie bemerkbar. Fast 10.000 Karten wurden im Vorverkauf für das heutige Spiel abgesetzt.

Sturm-Trainer Peter Hyballa, der im Februar nach einem 0:0 im letzten Duell der Grazer in Salzburg als Nachfolger des damals angezählten Ricardo Moniz ein Thema war, erwartet ein enges Spiel. "Von den Fehlern abgesehen, waren wir schon im Hinspiel auf Augenhöhe", erklärte der Deutsche, obwohl es nach 30 Minuten nicht 0:2, sondern eher 1:6 stehen hätte müssen. Die Salzburger hatten neben den zwei Treffern gegen eine völlig inferiore Sturm-Mannschaft Chancen im Minutentakt ausgelassen.

Wiedergutmachung

"Inzwischen haben wir dazugelernt, schalten schneller um, sind ballsicherer und auch mutiger geworden", meint der Deutsche, der im Frühjahr ja noch mit mehr oder weniger Erfolg die Salzburg Juniors betreut hatte. Alles dies war gegen Salzburg im Juli allerdings nicht das Problem, sondern eher die völlige Vernachlässigung einer defensiven Ordnung.

Nach dem 1:1 gegen Wiener Neustadt am vergangenen Samstag sei auch ein bisschen Wiedergutmachung angesagt. "Die Punkte müssen wir uns gegen Salzburg wieder holen. Da müssen wir aber auch einen sehr guten Tag erwischen, um zu gewinnen", sagt der Trainer, der dieses Mal den gesperrten Nikola Vujadinovic ersetzen muss. Aber gerade der serbisch-montenegrinische Bulgare war im Hinspiel der ganz große Unsicherheitsfaktor der Sturm-Elf und gegen Jonathan Soriano völlig überfordert. Der Spanier konnte spielend leicht beide Salzburger Treffer erzielen.

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