Sport | Fußball
27.04.2018

Saisonaus für Bolingoli, Sorgen um Galvão, Nachwuchs für Rapid

Droht für den Hit bei Sturm eine Not-Abwehr? Aus der St. Pöltner Akademie kommt ein international gefragtes Talent.

Das 4:1 von Rapid gegen die Admira hat gleich mehrere langfristige Auswirkungen: Zum einen war es die letzte Hürde zur Verlängerung mit Cheftrainer Goran Djuricin. Am Mittwoch wurde der Vertrag im Detail ausverhandelt, es fehlt nur noch die Absegnung durch das Präsidium. Üblicherweise tagen die Hütteldorfer Entscheidungsträger am Montag.

Zum anderen wurde gegen die Südstädter die Saison von Boli Bolingoli beendet: Der Linksverteidiger zog sich noch in Hälfte eins einen Syndesmoseriss im Sprunggelenk zu.

Und zuletzt ist seit den Schlussminuten beim Heimsieg auch Lucas Galvão angeschlagen. Ob der Abwehrchef bis zum nächsten Schlüsselspiel am Sonntag in Graz wieder fit wird, ist offen. Im schlimmsten Fall wäre beim geplanten Angriff auf Sturm und Platz zwei aus der üblichen Viererkette nur Max Hofmann nach seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2022 gesetzt.

Durch Bolingolis Verletzung könnte sich auch die Zukunftsplanung bei Rapid verändern: Bisher war mit dem Abgang des Belgiers zu rechnen. Da der 22-Jährige aber vermutlich bis hinein in die Sommervorbereitung ausfallen wird, könnten sich die internationalen Interessenten in der Zwischenzeit anders orientieren. „Wir würden Bolingoli jedenfalls gerne halten. Vielleicht ist das etwas Glück im Unglück“, sagt Sportdirektor Fredy Bickel.

St. Pöltner Top-Talent

Ein unerwarteter Erfolg ist Rapid im Nachwuchs gelungen: Martin Moormann, der am Montag 17 Jahre jung wird, gilt als Top-Talent der starken St. Pöltner Akademie (die aber nicht zum SKN gehört). Juventus und Dortmund fragten beim Niederösterreicher an.

Moormann unterschrieb lieber bei Rapid, dafür aber „nur“ für zwei Jahre. Der bereits 1,85 Meter große Nachwuchsteamspieler kommt im Sommer und ist fix für Rapid II in der Ostliga als linker Innenverteidiger eingeplant.