Rennen um Champions-League-Millionen

Ein Fußballspieler köpft einen Ball während eines Spiels.
Die Legionäre Martin Stranzl und Aleksandar Dragovic spielen heute um den Einzug in die Königsklasse.

David Alaba braucht sich erst gar nicht zu qualifizieren. Der 20-Jährige ist mit dem FC Bayern als Zweiter der letzten Saison in der Deutschen Bundesliga fix für die Champions League qualifiziert und wird nach dem Verheilen seines Ermüdungsbruchs am linken Mittelfußknochen beim Rekordmeister auch wieder zum Einsatz kommen.

Neben Alaba, der in der letzten Saison gleich zwölf Mal in der Königsklasse zum Einsatz kam, spielte Aleksandar Dragovic als zweiter Österreicher mit dem FC Basel in der Eliteliga mit. Nachdem die Schweizer mit dem Rauswurf von Manchester United in der Gruppenphase für eine Sensation sorgten, müssen sie sich in diesem Jahr wieder qualifizieren. Die Basler mussten bereits in der zweiten Runde der Qualifikation einsteigen. Die ersten beiden Hürden, Flora Tallinn und Molde FK, haben Dragovic und seine Kollegen bereits überstanden.

Heute geht es im Play-off-Hinspiel vor eigenem Publikum gegen CFR Cluj, den Meister aus Rumänien. Dragovic wird dabei wie gewohnt in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen. Der 21-Jährige hat – obwohl die Saison noch so jung ist – bereits zehn Pflichtspiele in den Beinen: sechs in der Meisterschaft, vier in der bisherigen Champions-League-Qualifikation.

 

Teure Stars

Martin Stranzl kann das nicht von sich behaupten. Der 32-Jährige startete erst am vergangenen Samstag mit dem 2:0-Sieg im DFB-Pokal gegen Alemannia Aachen in die Saison. Wie gewohnt spielte der Routinier in der Mönchengladbacher Innenverteidigung durch. Heute bekommen es die Borussen, die sich mit Rang drei in der Meisterschaft für das Play-off zur Champions League qualifiziert haben, mit Dynamo Kiew zu tun (20.45 Uhr, Puls4 live). Die Borussen haben nach dem Verkauf von Marco Reus an Dortmund um 17 Millionen Euro ordentlich nachgerüstet, um das Unternehmen Königsklasse auch wirklich in die Tat umsetzen zu können.

So kam mit Alvaro Dominguez ein neuer Innenverteidiger. Der Spanier wurde um sieben Millionen von Atletico Madrid geholt und spielte bereits gegen Aachen neben Stranzl in der Abwehr. In der Offensive verstärkte sich Gladbach mit Mittelstürmer Luuk de Jong, der um zwölf Millionen Euro von Twente Enschede aus den Niederlanden kam. Für das zentrale Mittelfeld holte man Dragovic-Freud Granit Xhaka um 8,5 Millionen vom FC Basel.

Aber auch beim heutigen Gegner Kiew spielte das liebe Geld bei der Zusammenstellung der Mannschaft nicht wirklich eine bedeutsame Rolle. Die Ukrainer holten etwa Niko Kranjcar für sieben Millionen von Tottenham. Dazu kamen noch der Brasilianer Raffael von Hertha BSC und der Argentinier Marco Ruben von Villarreal um jeweils acht Millionen Euro.

Bei einem Ausscheiden im Play-off wartet immerhin die Teilnahme an der Europa League. Ein schwaches Trostpflaster, bedenkt man allein die Antrittsgage von rund 7,2 Millionen für jeden Teilnehmer in der Champions League.

Kommentare